Bei KAB Senioren St. Marien aktiv die Fragen einzelner Altersgruppen gegenübergestellt und ...
Viel Sprengstoff in den Familien

Diözesansekretärin Christa Mösbauer sprach bei den KAB Senioren aktiv St. Marien. Bild: thl

Die KAB- Senioren aktiv St. Marien Sulzbach befassten sich bei ihrem Informationsnachmittag mit dem stets aktuellen Thema "Alles Familie - miteinander - füreinander - gegeneinander". Dazu begrüßte Theres Luber im vollen Pfarrsaal als Referentin Christa Mösbauer, die KAB-Diözesansekretärin.

"Übergeben heißt nimmer leben", diese Redensart beweise, dass auch frühere Generation schon ihre Reibereien zu erleben und zu ertragen hatten. Der Generationenkonflikt zeigt sich auch heute - freilich in anderen Formen. Menschen leben heute länger, sind länger aktiv, genießen länger ihren Ruhestand. Die junge Generation sei vielfach sehr mobil und kann sich deshalb weniger um Pflege und Betreuung der alternden Eltern annehmen.

Leben sich deshalb die Generationen auseinander? Zerbricht der Generationenvertrag an diesen Herausforderungen? Diesen Fragen wurde intensiv nachgegangen. Zum Einstieg teilte Christa Mösbauer die Teilnehmer in die Altersgruppen 20, 40, 60, 80 Jahre ein mit der Aufgabenstellung, die für diese Stufen wichtigen Probleme zu besprechen. Aus verschiedenen Perspektiven diskutierten die Senioren in lockerer Atmosphäre sehr rege.

Mösbauer brachte dann die Ergebnisse der Gruppen zusammen. Die heute 20-Jährigen haben demnach zu kämpfen mit der geforderten Flexibilität, häufigem Arbeitsplatzwechsel, Medienabhängigkeit, Familienplanung. Die 40-Jährigen hätten zu tun mit den unterschiedlichen Prognosen der Rentenentwicklung, der Erziehungsleistung der Kinder, den älterwerdenden Eltern, die Hilfestellung brauchen. Deshalb nenne man sie Sandwich-Generation: "Sie sind Mittelpunkt für Kinder und Eltern."

Die Gruppe der 40- bis 60-Jährigen beschäftigte die Frage der Rente. Klar sei, wer heute Rentenbeiträge zahle, habe keinen Anspruch darauf, diese auch ausgezahlt zu bekommen. Für die 80-Jährigen sei es wohl das Schlimmste, wenn sie den Jungen "zur Last zu fallen". Die heutige Gesellschaft mit einer derart hohen Lebenserwartung werfe viele politische Fragen auf, beispielsweise die der Gestaltung des Gesundheitssystems. Junge und betagte Generation sollten offen sprechen und schriftliche Abmachungen verfassen. Durch eine Betreuungsverfügung und -vollmacht sowie einer Patientenverfügung werde die junge Generation entlastet.
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