Berufsfachschule für Sozialpflege informiert sich
Eine Woche lang Asyl

Daniela Sebast (links), Jugendsozialarbeiterin des Beruflichen Schulzentrums Sulzbach-Rosenberg hatte für Daniela Ludwig, von der Einrichtung "Esperanto" in Auerbach, ein kleines Präsent parat. Bild: hfz

Zur Entspannung gab's Früchte - und große Augen, angesichts von deren Ursprungsländern. Ansonsten drehte sich alles um Asyl und Flüchtlinge.

Schüler der Berufsfachschulen für Ernährung und Versorgung, Sozialpflege und Kinderpflege in Sulzbach-Rosenberg informierten sich eine Woche intensivüber "Flucht und Asyl in Deutschland". In mehreren Stationen informierten sie sich über Fluchtgründe, -ursachen und -wege sowie gängige Vorurteile gegenüber Flüchtlingen. Zur Entspannung durften Früchte probiert und herausgefunden werden, wo deren ursprüngliches Herkunftsland eigentlich ist. Zum Erstaunen wurde erkannt, dass nur die wenigsten, vermeintlich heimischen Früchte wie Äpfel, ursprünglich aus Deutschland kommen. Unterstützung erfuhr die Berufsfachschule durch die Lieferung der Früchte vom Hutzelhof (Weißenberg).

Mit neu erworbenem Hintergrundwissen freuten sich die Jugendlichen auf fachkundige Referenten. So gaben Michael Kernl und Hans Lauterbach von "Sulzbach-Rosenberg hilft!", Oliver Endres vom CJD-Jugendmigrationsdienst und Daniela Ludwig von der Einrichtung "Esperanto" in Auerbach, einem Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Einblicke in die konkrete Arbeit mit Flüchtlingen. Diskussionen mit den Referenten und in der Gemeinschaft bereicherten den Ablauf. Tatkräftig unterstützt von Daniela Sebast, Jugendsozialarbeiterin des Beruflichen Schulzentrums Sulzbach-Rosenberg, bewegten sich die Lehrkräfte Katrin Wagner-Weiß und Guido Schwarzmann durch verschiedenste affektive Übungen gemeinsam mit den Schülern.

Im fachlichen Unterricht wurde schließlich nordafrikanisch und russisch gekocht, Zimmerpflanzen als Mitbewohner aus aller Welt kennengelernt, ein Pflegekodex erarbeitet und Bilderbücher erarbeitet, mit denen die künftigen Kinderpflegerinnen Interkulturelles in Kindertageseinrichtungen vermitteln können.
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