Berufswahl-Seminar an der Realschule
Was kommt nach der Prüfung?

Nicht nur zuhören, sondern selbst als Elektroniker arbeiten: Bei der Aufgabe "Leuchtdiode" brachten die Schüler ihre Physikkenntnisse ein. Bild: lhc

Was kommt nach zehn Jahren büffeln und pauken? Gar keine so leichte Entscheidung für junge Menschen, die bald ihrer Schule adieu sagen werden. Das Berufswahlseminar an der Walter-Höllerer-Realschule zeigte 124 Neuntklässlern, wie vielfältig der weitere berufliche Lebensweg aussehen kann.

Zahlreiche regionale Arbeitgeber, verschiedene Fachschulen, Polizei und die Bundeswehr schickten Ausbildungsleiter, Azubis und weitere Vertreter an die Realschule und gaben den neugierigen Neuntklässlern in 24 dreiviertelstündigen Vorträgen einen echten Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe und Bildungswege, bei denen der Realschulabschluss Voraussetzung ist. Teilweise referierte sogar der Chef selbst.

"Realschulabgänger sind bei den Arbeitgebern sehr gefragt", erläuterte Studienrätin Jana Fölkel, die mit Berufsberaterin Luise Schmirler von der Agentur für Arbeit im Rahmen der bundesweiten Woche der Ausbildung das Seminar auf die Beine stellte. Die Arbeitgeber seien mittlerweile sehr interessiert, ihre Firma und deren Ausbildungsmöglichkeiten in der Schule vorstellen zu dürfen, da die Bewerberzahlen nach wie vor rückläufig sind. Gleichzeitig wurde aber klar, dass engagierte und ehrgeizige Schüler ihren Wunschberuf am ehesten bekommen.

Vielen Schülern half der Einblick in Berufe, um zu überblicken, was beispielsweise ein Heilerziehungspfleger überhaupt macht: "Wir sind Assistenten für Menschen, die Hilfe benötigen", erklärten die Referenten, die auch aus dem Nähkästchen plauderten. Ein Vier-Gänge-Menü erstellen, bei dem saisonale Lebensmittel eingesetzt werden, da konnten sich die Schüler aktiv in die Arbeit eines Kochs hineinversetzen.

Die Technikbegeisterten durften einen kleinen Roboter bedienen und bei der Aufgabe "Leuchtdiode" selbst ausprobieren, wie ein Elektroniker arbeitet. Etliche Schüler kamen aber auch mit einem "Das ist nix für mich" aus den Klassenzimmern, was ja auch ein wichtiger Schritt ist, den richtigen Weg zu finden. Und am Ende einer jeden Vorstellung löcherten die Schüler alle Referenten mit Fragen wie "Wie lange dauert die Ausbildung?" oder "Was verdiene ich?" - schon klar, das Finanzielle muss natürlich auch stimmen.
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