Berufswahlseminar an der Walter-Höllerer-Realschule
Jetzt schon in der Achten

Beim Berufswahlseminar an der Walter-Höllerer-Realschule durften die Achtklässler selbst Hand anlegen und kleine Aufgaben meistern, die in der Ausbildung wichtig sind. Bild: lhc

Für welchen Beruf entscheide ich mich? Diese Frage schwirrt immer wieder in den Köpfen der Schüler, die in absehbarer Zeit die Schule abschließen werden. Um darauf etwas leichter eine Antwort finden zu können, gab es an der Walter-Höllerer-Realschule wieder ein attraktives Berufswahlseminar, diesmal jedoch mit einer Neuerung.

"Die Berufe und weiteren Ausbildungsmöglichkeiten werden nicht mehr in der neunten, sondern bereits in der achten Jahrgangsstufe vorgestellt", erklärte Jana Fölkel, die zusammen mit Berufsberaterin Luise Schmirler von der Agentur für Arbeit das Seminar auf die Beine stellte. Das entzerre einerseits die arbeitsreiche neunte Klasse, aber auch die Schüler seien weniger voreingenommen, so Fölkel. "Achtklässler haben, was die Berufsfindung angeht, noch kaum einen Plan. Aber sie sind auch viel offener als Neuntklässler und sehen sich Berufe und Ausbildungen jeglicher Art im Seminar an. So sollte es sein."

Außerdem soll mit dieser Veranstaltung das verpflichtende Berufspraktikum vorbereitet werden, das im Schuljahr 2016/17 erstmals für die Neuntklässler stattfindet. Die Schüler müssen sich selbstständig einen Praktikumsplatz suchen, und einige nutzten bereits die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen.

Zahlreiche regionale Arbeitgeber, verschiedene Fachschulen, Polizei und Bundeswehr schickten Ausbildungsleiter, Azubis und weitere Vertreter an die Realschule und gaben den neugierigen Schülern in 29 dreiviertelstündigen Vorträgen einen echten Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe und Bildungswege, bei denen der Realschulabschluss Voraussetzung ist.

Sie informierten über Bewerbung, Auswahlverfahren, Inhalte der Ausbildung, Vergütung sowie Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten. Schwerpunkte waren gewerblich-technische Berufe, wie Kfz-Mechatroniker oder Elektroniker, und kaufmännische Berufe, wie Steuerberater oder Bankkaufmann.

Auch die Vorträge zu Ausbildungen bei der Polizei, Bundeswehr und der FOS waren bei den jungen Leuten sehr gefragt. Viele Referenten erläuterten, dass die Bewerberzahlen rückläufig seien. Es wurde aber auch festgestellt, dass man mit Engagement und Ehrgeiz einen Wunschberuf am ehesten bekommt. Am Ende durften die neugierig gewordenen Schüler alle Referenten mit ihren Fragen löchern.
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