Beschäftigte des St.-Anna-Krankenhauses beteiligen sich am Verdi-Warnstreik
„Ordentliche Lohnerhöhung sinnvoll“

Mit Fahnen und Transparenten stellten sich die Krankenhaus-Beschäftigten hinter die Forderungen. Bilder: Royer (2)

Mit dem Transparent "Wir sind es wert" machten die Beschäftigten des St.-Anna-Krankenhauses deutlich, dass sie auf ein angemessenes Angebot der Arbeitgeber im laufenden Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hoffen. Rund 80 Mitarbeiter beteiligten sich am Dienstag mit einer "aktiven Mittagspause" am Warnstreik der Gewerkschaft Verdi. Sie fordert sechs Prozent mehr Gehalt und eine monatliche Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro.

Das Arbeitgeberangebot beläuft sich nach Angaben von Gewerkschaftssekretär Klaus Heyert jahresbezogen nur auf 0,6 Prozent in 2016 und 1,25 in 2017. Weiterhin gehe es in den Tarifgesprächen um die betriebliche Altersversorgung des öffentlichen Dienstes. Die Arbeitgeber, so die Angaben von Verdi, wollen eine Verschlechterung der Regelungen, indem zukünftig die Arbeitnehmer einen Eigenbeitrag leisten sollen. Bisher zahlt der Arbeitgeber allein diese tarifliche Zusatzrente. "Eine ordentliche Lohnerhöhung zur Stärkung der Kaufkraft wäre eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung. Die Beschäftigten nehmen ihre Belange selbst in die Hand. Sie fordern Respekt für ihre Leistung und eine anständige Bezahlung", unterstrich Klaus Heyert beim Warnstreik am Krankenhaus.

Personalratsvorsitzender Stefan Christau wies darauf hin, dass Gehaltserhöhungen und Personalsituation wichtig seien für die Attraktivität des Berufes. "Nur mit unserem gut ausgebildeten Personal können wir eine gute medizinische Versorgung sicherstellen. Dazu ist es auch erforderlich, dass man in dem Beruf genug verdient, um eine Familie zu ernähren."

Die stattliche Beteiligung am Warnstreik mache deutlich, dass die Erwartungshaltung der Beschäftigten eindeutig sei. "Die Arbeitgeber sollen bei der nächsten Verhandlung am 28. und 29. April endlich ein Angebot vorlegen", betonte Klaus Heyert.
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