Bewertungskommission in Großalbershof
Sie sind im Rennen

Die Kommission des Landratsamts mit Michaela Basler (Fünfte von rechts) an der Spitze ließ sich von Sabine Falk (Vierte von rechts) unter anderem das Marterl zur Heiligsten Dreifaltigkeit zeigen. Bild: cog

"Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft". Mit Großalbershof nimmt heuer erstmals ein Ortsteil von Sulzbach-Rosenberg an diesem bundesweiten Wettbewerb teil. Eine Kommission des Landratsamts besuchte jetzt den Ort.

Großalbershof. Eine sechsköpfige Kommission war angereist: Kreisheimatpfleger Dieter Dörner, Maria Hupfer und Rudolf Sitter (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, AELF), Eva Maria Welsch (Kreisbauamt), Rudolf Gruber (Kreisverband Gartenbau) und als Vorsitzende Michaela Basler, die Kreisfachberaterin Gartenbau im Landratsamt. Auf dem Dorfplatz trafen sie sich unter anderem mit Sabine Falk, der Initiatorin der Bewerbung. Die Runde komplettierten Heidi Herrmann, die in der Großalbershofer Dorfgemeinschaft aktiv ist, Bürgermeister Michael Göth, Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn sowie Vertreter der Stadtgärtnerei und des städtischen Bauamts. Göth warf einen kurzen Blick auf die Geschichte des dörflichen Ortsteils von Sulzbach-Rosenberg, der bis 1935 selbstständig war.

Bekanntes Dorffest


Heute gebe es eine starke Dorfgemeinschaft, die unter anderem jedes Jahr ein großes und in der Region beliebtes Dorffest ausrichtet. Über die Bewerbung freut sich der Bürgermeister: "Als Stadt unterstützen wir gerne, was die Dorfgemeinschaft leistet." Falk schlüpfte danach in die Rolle einer Gästeführerin und stellte der Kommission ihr Heimatdorf vor. Die Feuerwehr, den Schützen- und den Fußballverein beschrieb sie als den Motor eines regen geselligen Lebens im Ort. Umwelt und Natur lägen den Großalbershofern zudem sehr am Herzen.

Ein bisschen Geschichte


Eng verbunden fühle sich das Dorf noch heute dem Sulzbacher Hofrat Christian Knorr von Rosenroth (1636-1689), der in Großalbershof ein Schloss besaß. Ihm zu Ehren wurde auf dem Dorfplatz ein Gedenkstein errichtet und vor zwei Jahren eine neu gezüchtete Rose nach ihm benannt. Falk ging daneben noch auf viele Aspekte ein, die das Leben in dem Dorf aus ihrer Sicht lebenswert machen. Um das zu untermauern, überreichte sie der Kommission ein Album mit Fotos der schönsten Seiten ihres Dorfes. Falk und Herrmann führten danach die Runde durch den Ort, und Zug um Zug schlossen sich Anwohner an, um die Besucher auf ihrer Auffassung nach besonders schöne Stellen hinzuweisen. So kam die Gruppe am Marterl zur Heiligsten Dreifaltigkeit, den Forellenteichen und an der Dorflinde vorbei. Sie sah das Wappen derer von Erlbeck, das die historische Verbindung mit Rosenberg belegt, und betrachtete die Weide mit dem seltenen roten Höhenvieh. Falk wies auch auf Biotope und Streuobstwiesen hin.

Eine Stunde lang besichtigte die Kommission Großalbershof und stellte viele Fragen. Dann ging es weiter. Zu einem Mitbewerber. Doch Falk ist sich sicher: "Wir können uns sehen lassen."
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