Bezirkswallfahrt des katholischen Frauenbunds auf den Annaberg
Berg-Fan „seit ich laufen kann“

Viele Frauenbundgruppen aus nah und fern nahmen an der Bezirkswallfahrt teil. Bilder: bba (3)

Der Annaberg war am Montag fest in Frauenhand. Aus gutem Grund: Am Vorabend ihres Festtags ehrte erneut der Frauenbund mit seiner Bezirkswallfahrt die Patronin von Sulzbach-Rosenberg. Mit einigen Hundert Teilnehmerinnen und einem würdevollen Gottesdienst.

Sulzbach- Rosenberg. Eine der vielen Frauen, die seit über 50 Jahren auf den Annaberg kommt, ist Inge Meier. "Seit ich laufen kann, gehe ich hierher, mein Opa hat mich früher mitgenommen und bei der Bezirkswallfahrt des Frauenbundes bin ich auch seit vielen Jahren ganz bewusst dabei", sagt die Religionspädagogin.

Gerade die große Zahl der Teilnehmerinnen gebe diesem Abend "eine ganz besondere Atmosphäre". "Man fühlt sich als eine von allen zugehörig", schwärmt Inge Meier und freut sich, dass an diesem Tag auch viele Männer mitgehen - "und akzeptieren, dass ihre Frauen anschließend noch einkehren", schmunzelt die Religionspädagogin.

Ebenso begeistert ist Maria Ertl, eine Rentnerin aus Wernberg. "Ich gehe seit 1938 auf den Annaberg", berichtet sie. Verändert habe sich in diesen 78 Jahren eigentlich gar nicht so viel: "Es kommen immer noch viele Leute, und auch der religiöse Anziehungspunkt Annaberg wird ein Magnet bleiben", meint die Seniorin.

Unter Federführung von "Hausherr" Dekan Walter Hellauer zogen elf Priester mit den Bannerabordnungen des Frauenbundes aus dem Bezirk, den Nachbarbezirken sowie Abordnungen aus den benachbarten Bistümern Eichstätt und Bamberg zur Festmesse ein, die der Frauenbund Hirschau mit vorbereitet hatte.

Die Predigt hielt Prof. Dr. Alfons Knoll aus Kelheim über die Rolle Annas, die Mutter Mariens. "Ihr Glaubenszeugnis, den Glaubensschmerz und die Freude am Glauben" habe sie ihrer Tochter und natürlich ihrem Enkel verliehen. Die Menschen heute dürften sich über einen gewaltigen und gnadenreichen Gott freuen und Anna bitten, dass die Barmherzigkeit Gottes auch jede Zelle in unserer Gesellschaft erreicht, so Knoll. Musikalisch gestaltet wurde die Messe am Freialtar von der Bläsergruppe der Berufsfachschule für Musik unter der Regie von Norbert Lodes.

Die vielen Frauen geben diesem Tag eine ganz besondere Atmosphäre. Man fühlt sich als eine von allen zugehörig.Religionspädagogin Inge Meier
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