Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg startet in Ausbildungsjahr 2016 - 20 Neuimker beim "Imkern ...
Bienenhaltung im Trend

Mit dem Motto "Generation 21 - Imkern mit Zukunft" geht der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg ins Ausbildungsjahr 2016. Beim Probeimkertag im Vogelheim kamen mehr als 20 Neulinge, um in das Abenteuer "Imkern auf Probe" zu starten.

Der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg, Helmut Heuberger, und Kreisvorsitzender Andreas Royer begrüßten die neuen Probeimker und machten darauf aufmerksam, wie wichtig ihre Aufgaben für die Zukunft sein werden. "Unsere neue Imkergeneration sichert die Bestäubungsleistung der Honigbienen in unserer Heimat", betonte Royer. Bürgermeister Michael Göth dankte dem Verein für das Engagement in der Nachwuchsausbildung und wünschte den Einsteigern viel Glück. Der Imkernachwuchs spiele eine besondere Rolle. "Die Bienenhaltung liegt im Trend. In Deutschland halten 110 000 Imker etwa 750 000 Bienenvölker." Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 16 800 Tonnen Honig produziert, wobei auf Bayern knapp ein Drittel (4821 Tonnen) entfiel. Nur 20 Prozent des Honigs, der in Deutschland auf den Markt kommt, stammt übrigens von heimischen Bienen.

Frauenanteil gestiegen


Beim Probeimkertag des Bienenzuchtvereins informierte Bienenfachwart und Projektleiter Alexander Titz, dass in Bayern die Zahl der Imker in den vergangenen fünf Jahren um zehn Prozent gestiegen sei. Ein Drittel der Personen, die am "Imkern auf Probe" teilnahmen, seien Frauen. "Die Bedeutung der Imkerei und auch die Arbeit des Bienenzuchtvereins in der Ausbildung ist für unsere Natur- und Kulturlandschaft immens", betonte Heuberger. 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen seien auf die Bienen als Bestäuber angewiesen.

Die Unentbehrlichkeit der Biene für den Obstbau sei bekannt. Weit weniger verbreitet sei die Kenntnis, dass intensiver Bienenflug den Ertrag auch im Ackerbau steigern kann: Beispiele seien Raps und Sonnenblumen.

Der jährliche volkswirtschaftliche Nutzwert der Honigbiene werde in Deutschland auf vier Milliarden Euro geschätzt, wobei rund drei Viertel auf die Bestäubungsleistung von Obst und Beeren und ein Viertel auf die Bienenhonigprodukte entfallen. "Wegen ihrer Bestäubungsleistung gehört die Honigbiene zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztieren Mitteleuropas." Sie sei nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier in der Landwirtschaft. Um die positiven Effekte der Bienenhaltung auf Umwelt und Kulturlandschaft zu sichern, müsse die Arbeit der Imker unterstützt werden. Deshalb bietet das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fördermaßnahmen an, um die Bedingungen für die Erzeuger von Bienenprodukten zu verbessern.

Völker gibt's im April


Für den Bienenzuchtverein sei es auch in diesem Jahr eine Herausforderung, den 20 Probeimkern eine optimale Ausbildung in der Bienenhaltung zu geben. Diese werde aber mit einem kompetenten Betreuerteam gemeistert. Abschließend erfuhren die Teilnehmer bei einem Film alles über das Leben einer Honigbiene. Am Freitag, 15. April, wird der Verein um 17 Uhr die Bienenvölker an die Probeimker übergeben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.