DAV-Sektion plant Boulder- und Kletteranlage im TV-Sportpark
"Su-Rock" vor dem Gipfel

So ähnlich könnte ein Teil der geplanten Boulderanlage des Alpenvereins auf zwei Tennisplätzen im ehemaligen TV-Sportpark aussehen. Bild: Entre-Prises
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Sulzbach-Rosenberg
12.05.2016
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Die alte Kletteranlage in einem früheren Squash-Court im TV-Sportpark erfreut sich zwar großer Beliebtheit, müsste aber saniert und vergrößert werden. Der künftige Besitzer des Komplexes will dort aber wieder Squash und Kegeln möglich machen. Ein Umzug wäre demnach unabdingbar. Bild: hfz

Bouldern ist das Klettern ohne Seil und Gurt an Felsblöcken, Felswänden oder, wie vielleicht bald in Sulzbach-Rosenberg, an künstlichen Wänden. Die örtliche DAV-Sektion plant im TV-Sportpark die Einrichtung einer Boulder- und Kletterhalle. Der Boom durch junge Mitglieder in dieser Sportart verlangt nach einer Neuausrichtung beim Alpenverein.

Geht es nach den Vorstellungen der Projektgruppe, könnte in der Herzogstadt ab August 2017 ein neues Klettersport-Zentrum für die nördliche Oberpfalz entstehen. Und dies wäre nicht zu hoch gegriffen, da nach Angaben von Kassier Andreas Eckl, 2. Vorsitzenden Wolfgang Ertl und Beirat Erwin Rösel im Pressegespräch der Zuspruch in bereits bestehenden Hallen ungebrochen sei. Diese Signale gebe es auch unvermindert beim örtlichen Alpenverein. Die Planer sahen die Gegebenheiten mit drei großen DAV-Jugendgruppen, der eigenen maroden und nicht mehr zeitgemäßen Kletteranlage im TV-Sportpark sowie den baulichen Wünschen des künftigen Besitzers als klare Handlungsmaxime. Die immer stärker vorgetragenen Wünsche aus dem Bereich der Jugendlichen und jungen Erwachsenen der 1700 Mitglieder zählenden Sektion in diese Richtung ließen nun das Projekt reifen.

Aus dem Stadtturm


Wie die Vertreter des Alpenvereins beim Gespräch deutlich machten, soll in der Tennishalle des ehemaligen TV-Sportparks auf zwei Feldern eine Boulder- und Kletterhalle auf 1000 Quadratmetern Fläche entstehen. Dazu komme ein großzügiger Dusch- und Umkleidebereich. Darüber hinaus soll auch die DAV-Geschäftsstelle vom Stadtturm an die Schießstätte umziehen, Material-Verleih und Bibliothek ebenso. Der Standortwechsel würde wegen der schlechten Zugänglichkeit für Senioren und der hohen Heizkosten Sinn ergeben.

Akribisch gehen die Planer innerhalb der Sektion an die Finanzierung des Vorhabens mit dem Arbeitstitel "Su-Rock" heran. Sämtliche Kalkulationen werden nach eigenen Angaben äußerst konservativ geführt und rechnen auch eventuelle Auslastungs-Flauten bei Schönwetter ein. Die volle Konzentration werde im Vorfeld auf den angenommen Betrieb gerichtet, Schnellschüsse seien demnach ausgeschlossen.

Sehr zuversichtlich


Bei der reinen Einrichtung der Boulder- und Kletterwände geht die Kostenschätzung von etwa 300 000 Euro aus. Deshalb rücken auch Fördertöpfe und Sponsoring verstärkt in den Fokus. "Die Sektion kann sicher sein, dass dieses Projekt nur bei absoluter finanzieller Plausibilität umgesetzt wird. Hier sind wir aufgrund unserer Voraussetzungen im Verein und wegen der durchgeführten Berechnungen sehr zuversichtlich", betont Kassier Andreas Eckl gegenüber der SRZ.

"Der große moderne Boulderbetrieb auf 800 m2 und die 400 m2 Kletterfläche mit 25 Routen und 11 Metern Höhe werden das Angebot für die Jugend und den Bekanntheitsgrad Sulzbach-Rosenbergs weiter steigern", sind 2. Vorsitzender Wolfgang Ertl und Erwin Rösel überzeugt.

Die Neuausrichtung der Sektion mit dieser hochwertigen Anlage als Zentrum verlange jetzt noch die Zustimmung der Mitgliederversammlung, die für Ende Mai angesetzt ist.
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