Dekra nimmt Autos von Berufsschülern unter die Lupe
Na, da war doch was

Dekra-Prüfer zeigten Schülern und Lehrkräften in der Kfz-Lehrwerkstatt des Beruflichen Schulzentrums, wo sie genau hinschauen sollen. Bild: hfz

Jung und erlebnishungrig. So soll es auch sein. Der Führerschein samt eigenem fahrbaren Untersatz kommt da gerade recht. Leichtsinn und mangelndes Sicherheitsbewusstsein allerdings nicht.

Amberg-Sulzbach. Auf großes Interesse stieß ein von der Amberger Dekra angebotener Safety-Check an Schülerautos am Beruflichen Schulzentrum in Sulzbach-Rosenberg. Diese Aktion, bei jungen Leuten das Bewusstsein der Notwendigkeit von technischer Fahrzeugsicherheit zu schärfen, so eine Pressemitteilung, steht unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.

In einer einstündigen Einführung für die Schüler verschiedenster Ausbildungsberufe wie Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Fleischerei-Fachverkäufer sowie Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen wurde erst einmal die Frage erörtert, wieso gerade bei den 18- bis 24-Jährigen auffällig viele Todesfälle im Straßenverkehr zu verzeichnen sind. Neben Fahrfehlern, Alkohol und Drogen, spielt dabei nicht selten die technische Beschaffenheit der Fahrzeuge eine wichtige Rolle.

Meist ältere Modelle


Bei genauer Betrachtung, führte der Leiter der Amberger Dekra-Prüfstelle, Matthias Eckl, aus, werde deutlich, dass die Fahrzeuge oft nicht regelmäßig gewartet oder Reparaturen selbst ausgeführt wurden. Wegen des schmalen Geldbeutels von Auszubildenden handle es sich in der Regel zudem um ältere Fahrzeuge mit einem geringeren Sicherheitsstandard. Unter dem Strich bedeute das: Je älter ein Auto, desto mehr Mängel.

Genau hinhören


Anhand von Fotos erläuterte Eckl Beispiele aus der täglichen Prüfpraxis und die möglichen Folgen. Konkret ging es unter anderem um eine defekte Bremsleitung oder durchgerostete tragende Karosserieteile. Auch von Laien könnten derartige Mängel wahrgenommen werden, indem sie eine Sensibilität für verdächtige Geräusche entwickeln würden.

Weiter ging es in der Kfz-Abteilung des Beruflichen Schulzentrums. Vor Ort konnten Schüler ihre Autos oder Motorräder in den Bereichen Räder und Reifen, Bremsanlage, Licht und Sicht, Fahrwerk und Lenkung sowie Sicherheit und Umwelt durchchecken lassen. Im Fall des Falles wurden Halter auf Mängel hingewiesen. In zwei weiteren Terminen besuchten die Schüler die Dekra-Prüfstelle in Amberg und ließen auch dort ihre Fahrzeuge durchchecken.
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