Deutsch-amerikanisches Freundschftstreffen
Wunderbare Freunde warten

Anregende Gespräche gibt es jedesmal bei den Dinners, Deutsche und Amerikaner verstehen sich dabei blendend. Bilder: Gebhardt (2)
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
28.01.2016
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Ich freue mich wirklich über jeden Teilnehmer, deutsch oder amerikanisch und hoffe auf ein einigermaßen gleiches Verhältnis.

Sie schwärmen oft für "Sourcrowd" oder "Shnitzl", lieben ihr Gastgeberland und bemühen sich um gutes Deutsch: Amerikaner in unserer Gegend haben meist mit der Army zu tun. Einmal im Jahr treffen sie sich mit Einheimischen zum gemütlichen Abend. Organisiert hat das dann eine Sulzbacherin, die lange in New York lebte.

Irgendwie befindet sie sich noch immer in zwei Welten, obwohl sie schon über 15 Jahre wieder hauptsächlich in ihrer Heimatstadt ist: Christl Pelikan-Geismann besucht regelmäßig die Staaten und hat auch sonst viel Kontakt mit Amerikanern. Am Freitag, 19. Februar, steigt wieder ein Deutsch-Amerikanisches Freundschaftstreffen. Die SRZ wollte von ihr Einiges wissen zu der Initiative.

Frau Pelikan-Geismann, wie lange gibt es die Treffen schon und wie kamen Sie auf diese Idee?

Christl Pelikan-Geismann: Das erste German-American Friendship Dinner war im September 2013 im damaligen Bombay Palace in der Neustadt. Jetzt sind wir bereits bei der siebten Auflage angelangt, und zwar im Restaurant Antonio, nach Freundschaftstreffen quer durch Sulzbach-Rosenbergs Gastronomie bei Sperber, Korfu, Bayerischer Hof, Zum Wulfen und Zum Bartl.

Die Idee hatte ich schon lange herumgetragen. An den Sulzbach-Rosenberg International Music Festivals nehmen ja immer hochrangige Mitglieder der US-Armee aus Vilseck und Grafenwöhr teil. Während des SRIMF 2013 fragte ich den Brigadegeneral, ob Interesse von amerikanischer Seite bestehe.

Er und seine Begleiter waren sofort begeistert, auch viele meiner deutschen Freunde und Bekannten sagten mir Unterstützung zu. Dazu kam noch die Partnerschaft der Stadt mit dem 4. Squadron der Stryker Unit in Vilseck - so wurde der Plan Realität!

Wie nehmen die Amerikaner dieses Angebot auf, und wie werden sie informiert?

Pelikan-Geismann: Inzwischen ist die Teilnahme von 50 auf über 100 gewachsen, und fast immer nimmt der jeweilige Brigadegeneral mit seiner Führungsriege samt Frauen teil. Aus Vilseck kommen die Kommandeure und Offiziere des 4. Squadrons sowie der Colonel samt Team der Vilsecker Health Clinics.

Von den meisten habe ich eine E-Mail-Adresse. Franz Zeilmann, Pressesprecher in Vilseck/Grafenwöhr, und SRIMF-Ehrenschirmherrn James Federline in Grafenwöhr senden meine Mail an ihre Verteilerliste. Reservierungen gehen direkt an mich mit Angabe des Hauptgangs.

Gibt es schon private Freundschaften, die aus diesen Treffen entstanden sind?

Pelikan-Geismann: Oh ja, einige Teilnehmer treffen sich bereits seit einigen Jahren privat, auch ich persönlich habe wunderbare Freunde gefunden. Dass sich neue Freundschaften bilden, das war ja ursprünglich meine Idee, sich auszutauschen und voneinander zu lernen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der örtlichen Gastronomie, auch ausländischer Küche, gemacht?

Pelikan-Geismann: Ich bewundere die Restaurants, bei denen wir bisher waren. Das Essen war immer köstlich, und wie die Küche es fertigbringt, über 100 Leuten fast zur gleichen Zeit die verschiedenen Gänge zu servieren, verlangt mir Respekt ab. Das Rennen bei bayerischen Hauptspeisen machen natürlich Schnitzel, Schweinebraten, Rouladen und Sauerbraten. Unsere örtlichen Biere stehen hoch im Kurs und wurden schon kastenweise nach Vilseck geholt.

Auf wen freuen Sie sich persönlich am meisten?

Pelikan-Geismann: Ich freue mich wirklich über jeden Teilnehmer, deutsch oder amerikanisch, und hoffe auf ein etwa gleiches Verhältnis. Bei den letzten drei Terminen waren Amerikaner in der Überzahl. Deshalb bin ich der SRZ dankbar, dass sie mithilft, mehr deutsche Teilnehmer ins Boot zu holen. Niemand braucht Angst zu haben, perfekt englisch sprechen zu müssen, da sitzt immer jemand, der beim Übersetzen hilft.

Wie sehen Sie die Zukunft der Friendship Dinners?

Pelikan-Geismann: Von der Teilnehmerzahl her habe ich keine Angst, aber allmählich gehen mir hier die Restaurants aus. Viele sind einfach zu klein für über 100 Teilnehmer. Meine Idee ist, die Cocktailstunde zu verlängern, ein bayerisches Büfett zu servieren und ein Unterhaltungsprogramm zu präsentieren mit deutschen und amerikanischen Teilnehmern: Line-Dance-Gruppen, Birgländer- oder Stamm-Tanzgruppe, Gospelchor, Gruppen der Sing- und Musikschule, amerikanische Musikgruppen. In Frage kämen Seidel-Saal, Capitol, Kettelerhaus.

Auf alle Fälle sieht die Zukunft für weitere German-American Friendship Dinners, die drei- bis viermal im Jahr stattfinden, sehr gut aus: Sie sind ein Gewinn für alle Teilnehmer und die Gastronomie. Das nächste wird am 10. Juni in Forsthof steigen!

AnmeldungDas nächste Deutsch-Amerikanische Freundschaftsdinner ist angesetzt für Freitag, 19. Februar, 18.30 Uhr, im Ristorante Antonio (TuS-Stadiongaststätte). Es gibt nach dem Cocktail-Empfang ein Fünf-Gänge-Menü. Das Hauptgericht muss bei Anmeldung gewählt werden. Reservierungen per E-Mail an die Adresse cporiginals@hotmail.com oder telefonisch 09661-87 67 00. (ge)
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