Dialog sichert hohe Qualität
Nitrat trübt Wasser nicht

Gesundes Trinkwasser gewährleisten auch in Sulzbach-Rosenberg Wasserschutzgebiete wie hier in Niederricht. Dadurch wird eine grundwasserschonende Bewirtschaftung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen sichergestellt. Dafür zahlt der Wasserversorger einen finanziellen Ausgleich. Bilder: Royer (2)

Der Bayerische Gemeindetag sorgt sich ganz aktuell um die Belastung des Grundwassers durch Nitrat. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, damit die Versorger im Freistaat auch künftig naturbelassenes Trinkwasser an die Bürger abgeben können. In der Herzogstadt bestehen aber keine Probleme mit dem "kostbaren Nass". Stadtwerkeleiter Roland Kraus nannte Gründe dafür.

Bei der alljährlichen Führungskräftetagung der Wasserwirtschaft, zu der der Bayerische Gemeindetag nach Rothenburg ob der Tauber einlud, war laut Pressemitteilung der Grundwasserschutz ein Schwerpunktthema. Dabei zeigten aktuelle Messdaten des Landesamtes für Umwelt, dass es in Bayern keine Probleme in den Wasserschutzgebieten (WSG) gebe.

Dagegen sei nach Angaben des Gemeindetag-Geschäftsführers Dr. Franz Dirnberger die Entwicklung der Nitratbelastungen außerhalb der WSG mancherorts besorgniserregend. Betroffen sind vor allem Gebiete mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Der Anbau von Hopfen, Wein, Spargel, Gemüse und insbesondere der intensive Maisanbau stellt große Herausforderungen für die Wasserversorger dar, so die Angaben der Pressestelle des Gemeindetages.

Häufige Proben


Die Preisverleihung zum Bilder-Wettbewerb am "Tag des Wassers" führte die vierten Klassen der Jahn- und Pestalozzischule am Mittwoch im Großen Rathaussaal zusammen. Am Rande der Veranstaltung erklärte Stadtwerkeleiter Roland Kraus, wie es um die Nitratbelastung des Sulzbach-Rosenberger Wassers bestellt ist. "Grundsätzlich behalten wir die Nitratwerte unseres Wassers durch häufige Probenentnahme immer im Auge. Deshalb weiß man, dass die Belastung der Brunnen in der Herzogstadt kein Problem darstellt", erläuterte Kraus. Ein wesentlicher Vorteil sei hierfür das Einzugsgebiet für das städtische Wasser, das überwiegend in den Wäldern liege.

Auf landwirtschaftlichen Flächen, die sich im Wasserschutzgebiet befinden, verzichten die Bauern auf das Ausbringen von Gülle, wofür sie von der Stadt Ausgleichszahlungen bekommen. "Diese Kooperation sorgt für unsere weit unter der erlaubten Grenze liegenden Nitratwerte. Der ständige Kontakt mit den Landwirten und die regelmäßigen Proben zahlen sich hier aus", gibt sich der Stadtwerkeleiter überzeugt.

NitratwerteDie aktuellen Nitratwerte der städtischen Wasserversorgung (Brunnen I bis III Haselgraben und IV Breitenbrunn im Mai 2016. Der Grenzwert liegt bei 50 Milligramm/Liter:

Brunnen I: 17,1 mg/l.

Brunnen II: 17,9 mg/l.

Brunnen III: 15,9 mg/l.

Brunnen IV: 14,1 mg/l.
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