Durchsuchung eines Transportunternehmens: Vedacht auf manipulierte Fahrtenschreiber
Razzia bei Spedition

Ein elektronischer Fahrtenschreiber (Beispiel im Bild) braucht keine Tachoscheiben mehr. Er zeichnet die Aktivitäten des Lastwagens im Massenspeicher sowie auf der Fahrerkarte auf. Weil sie Hinweise auf Manipulationen an diesen Geräten hat, hat die Staatsanwaltschaft mehrere davon beschlagnahmt. Bild: Hartl

Die Aktion war lange geplant: Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag die Niederlassungen eines Transportunternehmens im nördlichen Landkreis durchsuchen lassen.

Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, die Fahrtenschreiber bei Lastwagen seien manipuliert worden. "Die Durchsuchung ging zeitgleich in vier Objekten vonstatten", bestätigte der Amberger Oberstaatsanwalt Dr. Thomas Strohmeier am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung. Dass mit den Fahrtenschreibern etwas nicht stimmen könne, habe die Staatsanwaltschaft schon "vor geraumer Zeit" in Erwägung gezogen. Die Aktion sei daher gut vorbereitet gewesen.

Ermittler stellen Untelagen sicher

Am Freitag fuhren Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Amberg vor den Firmenstandorten vor. Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft begleitete den Einsatz. Die Ermittler stellten Unterlagen in Papierform sicher, aber auch diverse elektronische Fahrtenschreiber.

Die beschlagnahmten Utensilien würden derzeit begutachtet und die dazugehörigen Dateien ausgewertet. "Diese Untersuchung wird nun eine längere Zeit in Anspruch nehmen", erklärte Dr. Strohmeier.
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