Erfolgreiches W-Seminar am Herzog-Christian-August-Gymnasium
Die Apps von der Blumenau

Die Schüler des HCA-Gymnasiums sowie des Siemens-Gymnasiums Regensburg programmierten gemeinsam mit der Fakultät Informatik und Mathematik der OTH Regensburg Apps. Bild: OTH Regensburg
 
Das Birgland bekommt eine eigene App. Möglich machte das ein Seminar des HCA-Gymnasiums. Bild: hfz

Die Bedienung mobiler Geräte ist inzwischen ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Die Fähigkeit, eigene Apps selbst zu entwickeln, haben jedoch nur wenige. In der Herzogstadt gibt es jetzt einige solcher Spezialisten.

Schüler des Herzog-Christian-August- und des Siemens-Gymnasiums Regensburg entwickelten bei W-Seminaren eigene Android-Apps. Die Präsentation der Ergebnisse ging an der Fakultät Informatik und Mathematik (IM) der OTH Regensburg über die Bühne.

Anspruchsvolle Aufgabe


Wie Studiendirektor Frank Fiedler beim Pressegespräch erklärte, sei er diese anspruchsvolle Aufgabe gemeinsam mit Studienrat Jörn Schrader als Seminarbetreuer mit den Schülern der Oberstufe angegangen. Dabei wurden sie von ihrem Kooperationspartner Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg unterstützt.

"Bereits mit Beginn der Planungsphase der App-Projekte arbeiteten beide Seminare eng mit der Fakultät Informatik und Mathematik der OTH Regensburg zusammen", merkte Fiedler gegenüber der SRZ weiter an.

Dort standen mehrere Professoren als Ansprechpartner und Paten für das gesamte Projekt zur Verfügung. Dreimal hatten die Schüler Gelegenheit, die OTH zu besuchen. Beim ersten Besuch wurden sie bei einer "Installationssession" in das Thema eingeführt und mit einer Entwicklungsumgebung für die App-Programmierung vertraut gemacht. An diesem Termin stand die praktische Arbeit am Rechner, unterstützt von Mitarbeitern, Tutoren und Studierenden der Fakultät, im Vordergrund.

An der Hochschule


Wie der Seminarbetreuer des Herzog-Christian-August-Gymnasiums berichtete, lud Professor Markus Kucera die Schüler beim zweiten Besuch zur Abschlusspräsentation seiner Studierenden in den Kurs "Entwicklung von Applikationen für Smartphones" ein. "Jetzt im Dezember präsentierten die Schüler an der Hochschule ihre gerade fertiggestellten Produkte bei einer Messe. Dabei nahmen die Paten die einzelnen Apps genau unter die Lupe. Angeschaut wurde nicht nur die präsentierte Oberfläche, auch Zeitaufwand und Programmierroutinen wurden hinterfragt", erläuterte Frank Fiedler das Procedere.

Thematisch seien die Apps sehr unterschiedlich und vielfältig gewesen. So hätten die Schüler im Game-Bereich gearbeitet und klassische "Jump and Run"-Spiele entwickelt oder den Affen Jim Panse auf die Suche nach der "heiligen Banane" gehen lassen. Gezeigt wurden unter anderem auch ein Barcode-Scanner mit Produktverwaltung, eine Tourismus-App mit zugesagter Einsatzoption in der Gemeinde Birgland sowie klassische Walk- and Bike-Apps und vieles mehr.

Beim Abschlussgespräch habe nach Fiedlers Angaben Professor Kucera die tollen Einzelergebnisse gelobt und sich begeistert gezeigt, "wie viel bei einem solchen Seminar möglich ist". Er freute sich über das besondere Engagement, das viele der Schüler investiert haben, und insbesondere über die immer wieder gehörte Aussage, "auch nach dem Seminarabschluss am eigenen Projekt weiter arbeiten zu wollen".

Stolz auf Schüler


"Auch wir Lehrer sind stolz auf die beeindruckenden Leistungen der Schüler, die oft beim Anspruchsniveau und der benötigten Zeit weit über die üblichen Anforderungen einer Seminararbeit hinausgingen", unterstrich Frank Fiedler auch als ständiger Mitarbeiter der Schulleitung an der Blumenaustraße 1.

AusblickWegen dieser äußerst positiven Erfahrungen sollen Schüler bei P- und W-Seminaren auch weiterhin die Gelegenheit erhalten, in Verbindung mit laufenden Projekten an der Fakultät IM, eigene Apps in Kooperation mit der OTH Regensburg zu entwickeln. (oy)
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