Erlaubnis für die Kläranlage
Sauberes Wasser für Rosenbach

350 000 Liter sauberes Wasser pro Stunde fließen am Ende der Kläranlage in den Rosenbach - mindestens. Bild: Gebhardt

Bei uns ist alles klar geregelt - bis ins Abwasser hinein. Die Stadt hat jetzt beim Landratsamt eine sogenannte "gehobene wasserrechtliche Erlaubnis" nach dem Wasserhaushaltsgesetz beantragt. Es geht um das Einleiten von gereinigtem Abwasser aus der Kläranlage in den Rosenbach direkt neben der Anlage.

Die Stadt betreibt seit etwa 1960 eine mechanisch-biologische Kläranlage im Ortsteil Unterschwaig, die dann von 1990 bis 1993 mit großem Aufwand saniert und an die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen angepasst wurde. 1995 erteilte das Landratsamt eine sogenannte "gehobene wasserrechtliche Erlaubnis für das Einleiten von Abwasser aus der Kläranlage in den Rosenbach". Diese Erlaubnis ist nur bis zum 31.12. 2016 befristet. Nun hat die Stadt wieder die Verlängerung dieser wasserrechtlichen Erlaubnis beantragt, Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt prüfen.

Die bestehende Kläranlage der Größenklasse 4 (45 000 Einwohnergleichwerte) hält die Werte der Abwasserverordnung vorbildlich ein. Der Abfluss bei Trockenwetter beträgt 350 Kubikmeter pro Stunde, also rund 8400 Kubikmeter pro Tag. Bei Regen kann sich das mehr als verdoppeln. Das gereinigte Abwasser wird gleich am östlichen Ende der Kläranlage, unter der Straße nach Unterschwaig hindurch, in den Rosenbach eingeleitet. Das Sulzbach-Rosenberger Klärwerk ist in der Lage, neben der biologischen Abwasserreinigung auch Stickstoffe, Nitrate und Phosphate bis zu 80 Prozent abzubauen. Die biologische Reinigungsleistung liegt damit bei 98 Prozent.

Die erste Kläranlage der Herzogstadt entstand übrigens 1957 bis 1959, damals für 30 000 Einwohnergleichwerte. 1970 bis 1972 erfolgte ein Ausbau auf sogar 60 000 Einheiten - man ging damals noch von einer starken Entwicklung der Stadt aus. Zwischen 1993 bis 1996 wurde die aktuelle Kläranlage für 45 000 Einwohnerwerte gebaut. Im Durchschnitt werden dort täglich 8000 Kubikmeter Abwasser gereinigt sowie 800 Kubikmeter Biogas erzeugt. Die Eigenstromerzeugung beträgt immerhin 700 Kilowatt am Tag.

Plan liegt ausDie Pläne für die Einleitung liegen bis zum 15. Februar im Bauamt, Rathausgasse 2, Zimmer-Nr. 13, während der Dienststunden zur Einsicht aus. Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist bei der Stadt oder beim Landratsamt Einwendungen schriftlich oder zur Niederschrift vorbringen. Beim Ausbleiben eines Beteiligten beim Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden. Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen. (ge)
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