Eröffnung der Seniorenwoche
Gute Seiten des Älterwerdens

Ausgeglichenheit, Erfahrung und menschliche Reife - der Vorsitzende des Senioren-Beirats, Stefan Kummer, zeigte die guten Seiten des Älterwerdens auf. Rechts Seniorenbeauftragter Andreas Knopp. Bild: hka

Der Großvater im Ohrensessel, die Großmutter auf ihren Stock gestützt, so wurden die Alten früher oft dargestellt. Heute sind aus den Alten die Senioren geworden, die nach dem Beruf noch in eine neue Lebensphase starten, körperlich und geistig fit und mit einem breiten Angebot an Aktivitäten.

Die 23. Seniorenaktionswoche (SAW) ist eröffnet: Bis 24. September heißt es bei zahlreichen Veranstaltungen "Niad nougem, fit bleim!" Die Stadt mit ihrem Seniorenbeauftragten und der Seniorenbeirat laden zu Workshops, Vorträgen, Besichtigungen und einer Tagesfahrt ein, geben Tipps für alle Lebensbereiche und ermöglichen ein Zusammensein mit Gleichgesinnten.

Viel Lob unterwegs


Schon die Eröffnung bot ein buntes Rahmenprogramm mit Trompetenklängen und einem visuellen Spaziergang durch die lokale Gesundheits-Geschichte. Vor allem aber gab es viel Lob und Dank in den Geschäftsräumen der Sparkasse. Andreas Knopp, seit März dieses Jahres neuer Seniorenbeauftragter der Stadt, der Seniorenbeirat mit seinem rührigen Vorsitzenden Stefan Kummer, Sparkassen-Vorstandsmitglied Werner Dürgner, Geschäftsstellenleiter Hermann Deichler und Marketing-Fachfrau Kerstin Schmidt haben zur Eröffnungsfeier und zum Zustandekommen des gesamten Programms beigetragen. Neben Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Michael Göth kamen viele Vertreter des politischen und öffentlichen Lebens zur Auftaktveranstaltung sowie, laut Werner Dürgner, "alle, die sich für das Bürgerwohl einsetzen".

Reife ist wichtig


Seniorenbeirats-Vorsitzender Stefan Kummer ging auf die Herausforderungen ein, die der demografische Wandel mit sich bringt. Es gelte aber nicht nur, die damit verbundenen Probleme zu lösen, sondern auch die guten Seiten des Altwerdens ins Bewusstsein zu bringen. Ausgeglichenheit, Erfahrung und menschliche Reife seien nicht zu unterschätzende Werte im menschlichen Zusammenleben. Bürgermeister Michal Göth erinnerte sich an seine Kindheit, "als man zum Beispiel Maxhütten-Rentnern, gezeichnet von schwerer körperlicher Arbeit, ihr Alter ansah". Durch positive Veränderungen des Arbeitsalltags beginne heute nach dem Berufsleben für viele eine aktive und abwechslungsreiche Zeit, in der Wissen, Erfahrung und Engagement der Senioren gefragt sei.

Landrat Richard Reisinger verwies voll Anerkennung auf die ehrenamtliche Tätigkeit der älteren Generation: "Viele Vereine wären ohne dieses Mittun nicht vorstellbar". Der Landkreis begrüße deshalb auch die Seniorenaktionswoche.

Musik und Bilder


Nach vielen Worten wurde die SAW-Eröffnung mit Musik, Bildern und Geschichten umrahmt. Ein Trompeten-Trio der Bergknappenkapelle - Maria Boßle, Michael Heinz und Norbert Rubenbauer - spielte von klassisch bis modern und erfreute die Zuhörer auch mit der Bergmanns-Hymne "Glückauf".

Geschichts-AusflugEinen "Spaziergang durch die lokale Gesundheits-Geschichte" boten Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer und seine Frau Brunhilde.

Mit historischen Bildern der Stadt und ihrer bedeutenden Bewohner, mit alten Büchern, lustigen Anekdoten und viel geschichtlichem Wissen mixten die beiden einen abwechslungsreichen Dialog. Dabei ging es um Kräuterweiber und Wunderheiler, Hofärzte und Pharmazeuten und natürlich auch um die Geschichte der Hof-Apotheke der Familie Lommer, die vor knapp einem Jahr zum "Museum Alte Hof-Apotheke" wurde. (hka)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.