Fachberaterin Michaela Basler weiß viel über Geschichte und Bedeutung der köstlichen Frucht
Apfelbaum gehört in jeden Hausgarten

Kassiererin Genoveva Nutischer (links) bedankte sich bei Michaela Basler mit einem kleinen Geschenk. Bild: wbe

25 Kilogramm Äpfel isst jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr; mehr, als er Bananen verzehrt. Deshalb fand der Vortrag von Michaela Basler, Kreisfachberaterin für Gartenbau am Landratsamt, den sie beim Katholischen Frauenbund St. Marien hielt, großes Interesse.

Enorme Vielfalt


Die meisten dieser Äpfel werden wahrscheinlich im Supermarkt gekauft, glänzend, fleckenlos, süß und saftig. Golden Delicious, Elstar, Jonagold, Granny Smith sind rund ums Jahr im Angebot, sie kennt jedes Kind. Dass es aber nicht nur diese acht bis zehn verschiedenen Sorten gibt, sondern allein in Deutschland 2000, weltweit sogar 30 000, wissen meist nur Insider.

Zunächst, so schilderte Michaela Basler, waren es vor allem die Klöster, die sehr um den Obstbau bemüht waren, um die Bevölkerung in Hunger- und Notzeiten zu versorgen. Im 15. und 16. Jahrhundert interessierten sich vor allem Fürsten für den Obstbau, denn je größer der Garten, desto größer das Ansehen. Nach dem 30-jährigen Krieg, als die Not sehr groß war, wurden überall, wo es Platz gab, Obstbäume gepflanzt, Streuobstwiesen entstanden. Bis ins 19. Jahrhundert hinein nutzte die Bevölkerung das Obst vor allem zur Selbstversorgung. In neuerer Zeit ging allmählich das Interesse daran zurück, man kann ja alles bequem im Supermarkt kaufen. Diese Äpfel stammen meist aus Apfelplantagen, die so angelegt sind, dass sie einen schnellen Ertrag ermöglichen und daher relativ billig sind. Heute werden wieder neue Apfelsorten gezüchtet, die wenig Arbeit machen, kaum Pflanzenschutzmittel benötigen, trotzdem widerstandsfähig sind und gut schmecken.

Sie sollen Eingang in die Hausgärten finden. Ideal dafür seien die sogenannten Säulenobstbäume, die einen geraden Stamm haben und gerade kurze Äste. Sie benötigen wenig Platz, können eng zusammenstehen, brauchen nicht geschnitten zu werden und garantieren schnellen Erfolg.

Praktischer Teil


Nachdem Michaela Basler Ratschläge gegeben hatte für die Wahl und Pflanzung des richtigen Apfelbaumes im eigenen Garten, beantwortete sie Fragen. Im anschließenden praktischen, sprich kulinarischen Teil konnten sich die Frauen von den großen Verwendungsmöglichkeiten der Äpfel überzeugen. Ob süß, pikant, herzhaft oder flüssig, das Angebot war verlockend.
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