Fachkräfte für Lagerlogistik und Fachlageristen werden in Sulzbach-Rosenberg ausgebildet
Zur Investition bereit

Bei der Vorstellung der neuen Ausbildungsberufe wurden auch Fotos vom Übungslager in Dingolfing gezeigt: Von links Fachbereichsleiter Stefan Lindenberger, Schulleiter Bernhard Kleierl, Landrat Richard Reisinger und Erich Findl vom Landratsamt Amberg-Sulzbach.
 
Hubvorrichtung: Wie wird die Ware richtig eingelagert? Das können die Auszubildenden künftig im Übungslager lernen. Bilder: hfz (2)

Die Stärkung der Berufsschule in der Herzogstadt ist der Kommunalpolitik schon immer ein Anliegen. Landrat Richard Reisinger hat jetzt einen "dicken Fisch" an Land gezogen.

"Die Vorbereitungen laufen am Beruflichen Schulzentrum in Sulzbach-Rosenberg auf Hochtouren. Ab September werden dort erstmals Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Fachlageristen ausgebildet", berichtet Christine Hollederer, Pressesprecherin im Landratsamt auf Nachfrage der SRZ.

Die zukunftsträchtigen Berufe habe Landrat Richard Reisinger für die Herzogstadt an Land gezogen, um den Berufsschulstandort Sulzbach-Rosenberg nachhaltig zu stärken. Nun informierte sich der Landkreischef bei Schulleiter Bernhard Kleierl über den aktuellen Stand der Planungen.

Fachkräfte für Lagerlogistik und Fachlageristen arbeiten in den Logistikzentren der Industrie- und Handelsbetriebe, nehmen Waren entgegen, prüfen diese, lagern sie ein und organisieren den Versand samt Papieren und Kosten, so Hollederer weiter.

"Um ihnen die Grundlagen ihrer Arbeit bestmöglich mit auf den Weg geben zu können, sind wir bereit zu investieren", betonte Landrat Richard Reisinger beim Pressetermin. So werde der Zweckverband Berufsschulen als Sachaufwandsträger für die Auszubildenden eine fachgerechte und auf das Berufsbild angepasste Ausstattung vorhalten und ein Übungslager neu einrichten.

Bedarf abgesteckt


"Die Planungen sind hier schon fortgeschritten, dazu diente uns auch ein Informationsbesuch bei der Berufsschule in Dingolfing", freute sich Schulleiter Bernhard Kleierl. Die für das Übungslager vorgesehenen Räume, gut 200 m2, sind bereits geleert und der Bedarf durch Gespräche mit Lieferanten abgesteckt. Vermutlich im Januar, so die Einschätzung des Schulleiters, kann mit der Einrichtung begonnen werden. Heißt: Der dann zum Halbjahr beginnenden Praxisunterricht der Schüler kann auf jeden Fall abgedeckt werden.

Weiter erwähnte die Pressesprecherin, dass die Vorfreude in der Herzogstadt auch beim zuständigen Fachbereichsleiter Stefan Lindenberger groß sei. Er bildete sich in den vergangenen Wochen und Monaten weiter, war mit seinem Schulleiter zudem im Übungslager in Dingolfing und ist sich sicher: "Wir fangen zwar bei 0 an, aber mit dem Übungslager am Standort Sulzbach-Rosenberg brauchen wir uns nicht verstecken". Es laufe alles nach Plan in der Herzogstadt. Auch die gewünschte Unterbringung in einer Schülerunterkunft ist laut Bernhard Kleierl bereits gewährleistet.

"Mit der Änderung des Fachsprengels kann den rund 120 Ausbildungsbetrieben in der nördlichen und mittleren Oberpfalz am Berufsschulstandort Sulzbach-Rosenberg eine optimale und wohnortnahe Beschulung in den sehr nachgefragten Logistikberufen angeboten werden. Das neue Schuljahr und die neuen Auszubildenden können also getrost kommen", ist der Schulleiter überzeugt.

HintergrundDer Fachlagerist absolviert eine zweijährige, die Fachkräfte für Lagerlogistik eine dreijährige Ausbildung. Bislang wurden Auszubildende in Regensburg beschult. Ab September sieht die Sprengeländerung vor, dass Schüler aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf und Cham sowie den kreisfreien Städten Amberg und Weiden in Sulzbach-Rosenberg unterrichtet werden. Auszubildende im 2. und 3. Lehrjahr aus diesen Kreisen beenden ihren Schulbesuch in Regensburg. Die neuen Ausbildungsberufe bringen dem Standort Sulzbach-Rosenberg langfristig rund 120 neue Schüler. Auch personell tut sich etwas; so hat die Regierung der Oberpfalz der Berufsschule zwei neue Planstellen für Wirtschafts-Lehrkräfte zugewiesen, die umgehend besetzt wurden.
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