Flächenkonversion für Storg-Immobilie vorgestellt
Schlafendes Monster bändigen

Von drei vorgestellten Fassaden-Varianten für das ehemalige Kaufhaus Storg fand diese Version im Stadtrat die breiteste Unterstützung. Aber die beiden Projektanten betonten am Dienstag im Rathaus, dass es sich nur um ein Vorkonzept der Flächenkonversion handelt. Untersuchungen der Bausubstanz seien für das weitere Vorgehen zunächst die entscheidende Maßnahme. Nur so werde Klarheit über die Realisierung herrschen. Repro: oy
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Sulzbach-Rosenberg
29.06.2016
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Das Interesse der Öffentlichkeit war immens. Die Vorstellung der Überplanung des früheren Storg-Kaufhauses füllte die Zuschauerplätze im Rathaussaal. Vor dem Stadtrat präsentierten Markus Gildner und Thomas Roidl ihre Überlegungen. Wohnen und Gastronomie schweben ihnen vor. Doch es bleiben Unwägbarkeiten.

"Grundsätzlich soll an dieser markanten Stelle für die Herzogstadt etwas Positives entstehen", stellte Jürgen Winter, Leiter des Amtes für Liegenschaften im Stadtrat klar. Diverse Überlegungen - auch in Sachen Sozialer Wohnungsbau - hätten schließlich die Aufmerksamkeit auf die Firma Solgarden GmbH mit Sitz in Herzogenaurach und Hamburg gelenkt.

Erste Besichtigung


Die einschlägigen Erfahrungen der beiden Investoren Markus Gildner und Thomas Roidl führten nach Vorgesprächen im Januar schließlich zu Roh-Entwürfen. Eine erste Besichtigung der Storg-Immobilie sowie eine überschlägige Potenzialanalyse des Einzugsgebiets für das Objekt ließ das Vorkonzept zur Flächenkonversion reifen. Schwerpunkte bilden dabei Wohnen und Hospitality in den Obergeschossen sowie gastronomische Nutzung im Erdgeschoss und Souterrain (siehe Kasten).

Wie der gebürtige Sulzbach-Rosenberger Markus Gildner eingangs angab, wirke die riesige Immobilie für viele Bürger als "schlafendes Monster" oder "bedrohlich". Es habe deshalb durchaus seinen Reiz gehabt, diese Eindrücke durch die Planungen zu revidieren. "Wichtig ist für uns auch ein klares Erwartungsmanagement, mit dem wir hinter unserem Projekt stehen", unterstrich Gildner am SRZ-Telefon. Dazu gehöre die entsprechende Bürger-Kommunikation, um für Transparenz zu sorgen.

Geld über Wohnbereich


Klar ist den Investoren, dass das Geld über den Wohnbereich fließen soll, der auch den überwiegenden Teil des Gebäudes beanspruche. "Bei der Gastronomie würde uns eine gute schwarze Null reichen", ergänzt Gildner, der nachschickt, dass der Bereich "Wohnen" nachjustiert werden könnte, sollte es die finanzielle Situation notwendig machen.

Bausubstanz analysieren


Roidl, der auch durch die Sanierung der Fronfeste in Amberg bekannt ist, und Gildner machen aber ihr weiteres Vorgehen von der Bausubstanz-Analyse der Fachplanung abhängig.

"Nur so wissen wir, ob das Projekt überhaupt durchführbar ist. Fällt alles positiv aus, könnten wir uns eine Eröffnung Anfang 2019 durchaus vorstellen", so der angedachte Plan der Investoren. (Zum Thema)

Mögliche NutzungDachgeschoss: Rooftop-Bar und Wohnen.

II. und I. OG: Boarding House Appartements/Wohnen.

EG: Kaffee - Bar: Kaffeespezialitäten und Backwaren im trendigen Café mit hauseigener Rösterei/Wohnen.

I. UG: "Altes Mädchen" - Craft Beer Braugasthaus, Feinkost.

II. UG: Event-Discothek: Partys, Musik, Lifstyle der 80er. (oy)
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