Frauenbund besucht den Geschichtspark Bärnau
Einblick ins Mittelalter

Das Leben im frühen Mittelalter konnten die Mitglieder des Frauenbunds St. Marien hautnah bei einem Rundgang durch den Geschichtspark Bärnau erleben. Nach Grabungsbefunden und archäologischen Nachforschungen wurde dort eine slawische Siedlung authentisch rekonstruiert.

Typische Hausarbeiten, wie Fensterputzen oder Bodenwischen, waren damals noch nicht nötig. Die Häuser bestanden zunächst aus nur einem Raum, der meist nur zum Schlafen aufgesucht wurde. Der Fußboden war gestampfte Erde, einziges Licht kam durch die Tür oder das Eulenloch, den Rauchabzug in der Giebelspitze. Darsteller in mittelalterlichen Gewändern belebten die Gebäude und gaben einen Eindruck der damals notwendigen Tätigkeiten. So nähte sich ein Mann ein Paar neue Füßlinge aus weichem Leder oder ein anderer eine Tasche für seinen Zunder, den er zum Feuermachen brauchte. Die Frauen aus Sulzbach-Rosenberg bekamen auch einen Einblick in Arbeiten wie Nadelbinden, Stofffärben oder Spinnen, jedoch ohne Spinnrad. Selbst bei Regen wurden die meisten dieser Arbeiten im Freien ausgeführt, wenigstens unter dem Dachüberstand. Im Haus war es dazu einfach zu finster, die Talglichter sparte man, so viel man konnte.

Den Abschluss der Fahrt bildete die Einkehr in einer Zoiglwirtschaft. Das Gebäude stammte zwar auch bereits aus dem 15. Jahrhundert, aber vom Bier brauen verstanden die Bayern auch früher schon etwas.
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