Freies WLAN in der Altstadt kommt
Sicher surfen in der City

Das künftige freie Netz wird große Teile der Altstadt abdecken mit seiner vorerst geplanten Kapazität. Das wird eine Menge Bürger mit Sicherheit freuen.
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
26.02.2016
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Vor dem Eiscafé sitzen und mit dem Handy im Internet surfen, völlig kostenfrei? Was beispielsweise in Amberg schon funktioniert, rückt nun auch in der Herzogstadt in greifbare Nähe. W-LAN für alle - zumindest in der Rosenberger Straße, vom Stadtturm bis zum Luitpoldplatz. Der Stadtrat erfuhr jetzt: Es klappt vielleicht schon bis zum Altstadtfest.

Die Idee und ihre Verwirklichung zum drahtlosen Internet-Zugang sind schon lange unterwegs in der Verwaltung. Finanz-Chef Andreas Eckl, bei dem die EDV-Schiene angesiedelt ist, berichtete nun im Stadtrat von der Lösung eines lange nicht greifbaren Problems.

Komplette Strecke


"Die Planungen zum gebührenfreiem W-LAN im Altstadtbereich sind mittlerweile weit vorangeschritten", stellte er voran. So sei vorgesehen, die Rosenberger Straße im Bereich zwischen Storg-Kreuzung und Luitpoldplatz komplett mit W-LAN abzudecken. In einem weiteren Schritt sei außerdem angedacht, zudem in den Räumen der Städtischen Sing- und Musikschule und in der Stadtbücherei sowie im Ortsteil Rosenberg im Bereich des Kirwaplatzes kostenfreie W-LAN-Hotspots einzurichten.

Mit Richtfunk angebunden


In der Rosenberger Straße, das zeigten die Pläne, sind an vier Standorten (Stadtturm, Literaturarchiv, Rathaus und Litfasssäule am Luitpoldplatz) entsprechende Accesspoints (drahtlose Zugangspunkte) zur Installation vorgesehen, die über W-LAN-Richtfunkantennen angebunden werden. Seit Mai 2015 liefen Planungen, die im Juli in ein konkretes Konzept mündeten: Im Haushalt 2015 sind für kostenfreies W-LAN im Altstadtbereich bereits Mittel eingestellt.

Aber warum dauerte das so lange? Dass die Maßnahme bislang noch nicht umgesetzt werden konnte, sei insbesondere im Gebäude des Literaturarchivs begründet, erklärte Andreas Eckl die Verzögerung. Das Archiv befinde sich nämlich nicht im Besitz der Stadt, sondern werde von der Immobilien Freistaat Bayern verwaltet.

Zur Errichtung von flächendeckendem W-LAN in der Rosenberger Straße sei jedoch ein Accesspoint unter dem Dach des Gebäudes unbedingt notwendig. "Hier braucht es die Installation von zwei Richtfunkantennen, um den Stadtturm korrekt anzubinden." Nachdem sie im Juni 2015 mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach Kontakt aufgenommen hatte, plante die Verwaltung, zeitnah in einem Vor-Ort-Termin mit der Immobilien Freistaat Bayern die örtlichen Gegebenheiten abzusprechen. "Dieser Termin wurde jedoch mehrmals verschoben und kam erst am 11. Februar zustande", berichtete der Finanz-Chef. Nun seien noch vertragliche Rahmenbedingungen abzuklären.

Kosten im Rahmen


Die anderen Einzelheiten konnte er aber vermelden: Im Altstadtbereich werden insgesamt sechs Zugangspunkte geschaffen. Die rechtliche Absicherung erfolge über den Anbieter Hotsplots, der auch in Amberg aktiv ist. Die Umsetzung sei zeitnah geplant. Die Kosten für das Projekt beliefen sich zunächst auf voraussichtlich 2000 Euro, zusätzlich sei für den rechtlich sicheren Zugang über Hotsplots eine monatliche Gebühr von etwa 70 Euro vorzusehen.

Eckl zeigte sich optimistisch, was den Fortschritt der Verhandlungen betraf: "Es könnte noch zum Altstadtfest klappen!", prognostizierte er. Nur wenn, etwa wegen der Fußball-Europameisterschaft, zu viele Nutzer gleichzeitig aufs Netz zugriffen, dann könnte es eng werden. Aber Fußball ist ja nicht immer.

Auch für RosenbergDas W-LAN im Altstadtbereich ist nach Rückfrage beim Bayern-W-LAN-Zentrum Straubing für das Verfahren "BayernW-LAN" des Freistaats nur bedingt geeignet, da hier nur zwei Zugangspunkte gefördert werden und der Zugang sowie die Absicherung dabei stets mit @bayernWLAN erfolgen muss. Die Verwaltung prüft daher, die (Installations-)Förderung des Freistaates Bayern für die W-LAN-Installation in Rosenberg (Standort Altes Rathaus) zu nutzen, da hier nur zwei Antennen eingesetzt werden.

Eine Beantragung der Förderung ist hierfür allerdings erst ab Juli 2016 möglich. Dies hatte auch ein Antrag der CSU im Stadtrat zum Inhalt, den 2. Bürgermeister Günter Koller stellte. (ge)
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