Freude machen
Dr. Klaus Plünder referiert am Gymnasium über Glück

Die Schüler der Q 11 am HCA dankten Dr. Klaus Pünder für sein Kommen und den "geglückten Vortrag". Bild: mma

Auf Einladung der Religions- und Ethiklehrer am HCA-Gymnasium referierte Dr. Klaus Pünder über "Glück". Studiendirektor Helmut Schneider begrüßte den Autor und Referenten vor der Q11 und wünschte "tiefes Begreifen".

Dr. Pünder griff die äußeren Umstände, die innere Einstellung und die "Tools", die "Werkzeuge", zum Glück in einer sehr kurzweiligen und auch ernsten Art und Weise auf. Zwar sei man in Bezug auf sein Glücksniveau genetisch relativ festgelegt, meinte der Autor, doch könne im Gegensatz zur Lust die stabilere Freude gut erarbeitet werden.

Sicht der Dinge


Oft sei es die "Sicht der Dinge" in unserem "Glücksentwicklungsland", welche "aus Wunden Perlen" werden ließe. Größtes (Un)-Glückspotenzial habe dabei oft der Eros, die Beziehung. Auch gelte es, Menschlichkeit zu leben, denn "Freude machen kann Freude machen" und zur Selbsttranszendenz führen, einem Glück, welches über den Menschen hinausgehe. Die "eigenen spirituellen Wurzeln entwickeln" war dem gebürtigen Rheinländer sehr wichtig. Denn wenn "Sinn und Spiritualität" zusammenkämen, habe man die "mächtigste Hintergrundressource" überhaupt.

Sprung vom Steilhang


Wie Steinadlerküken müsse man aber den Sprung vom Steilhang des Lebens in die tieferen Schichten wagen. Doch wie diese dürfe man vertrauen, dass die Flügel tragen werden. Wichtige Indizien für Gott sah er unter anderem in den vielen nachgewiesenen Nahtod-Erlebenissen und den selteneren mystischen Erfahrungen. Auch die Pascal'sche Wette, nach der ein rechter Glaubender nur gewinnen könne, erläuterte er kurz.

Mit dem Schlussappell, umgehend anzufangen, den Hyperkonsum zugunsten einer Persönlichkeitsentfaltung zu reduzieren, endeten zwei sehr gelungene Schulstunden - starker Applaus verabschiedete den Düsseldorfer und Wahl-Amberger.
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