Frühlingsfest-Bilanz
Beim Bier hört der Spaß auf

Sowohl der Festwirt als auch die Polizei sprechen von einem harmonischen Frühlingsfest ohne größere Zwischenfälle. Der Spaß stand im Vordergrund, so soll es schließlich auch sein. Bilder: bmr (2)
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Sulzbach-Rosenberg
09.05.2016
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So sieht der Happy Traveller aus, wenn das Fahrgeschäft zerlegt und für den Abtransport bereit ist. Bild: Huber

Rotierende Karussells, fetzige Musik, Bier, Bratwürste und über allem die einzigartige Duftmischung aus gebrannten Mandeln und Steckerlfisch. Schön war es wieder, das Frühlingsfest, für die Sulzbach-Rosenberger. Nun wird am Dultplatz eifrig abgebaut. Was bleibt, ist die Bilanz von Festwirt und Polizei.

"Also eigentlich war das Frühlingsfest genau im Mittel, nicht schlechter und auch nicht besser wie in den Jahren zuvor. Es hat alles gepasst." Seit neun Jahren stemmt Festwirt Christian Schlögl die Mammut-Aufgabe, täglich Hunderte von Besuchern im Zelt zu verköstigen.

"Meine Familie ist schon seit über 50 Jahren am Frühlingsfest. Erst war es nur der Essensbereich, um den wir uns kümmerten. Vor neun Jahren kaufte ich den gesamten Betrieb, und nun machen wir praktisch alles."

Obwohl er lange im Geschäft ist, wundert er sich über manche Eigenheiten doch noch. Zum Beispiel bei der Frage nach den umsatzstärksten Tagen würde sicherlich fast jeder auf das Wochenende, speziell auf den Samstag, tippen. "Weit gefehlt. Am Samstag geht seit langem schon am wenigsten Geschäft. Eigentlich komisch, am Sonntag könnten die Leute ja ausschlafen."

Traditionell gut besucht


Traditionell gut besucht ist der Mittwoch, in Sulzbach-Rosenberg bekannt unter dem Motto "Tag der Betriebe". Etwas mehr hatte sich Schlögl vom Freitag erwartet, als die regional bekannte Band Grögötz Weißbir auf der Bühne stand. "Vielleicht hätte ich etwas mehr Werbung machen sollen", gesteht der Festwirt. Umsatz hin oder her - ein Gesetz bleibt für den Gastronomie-Profi unumstößlich: regionale Produkte. "Sicher, ich könnte auch ein Bier aus meiner Heimat Landshut ausschenken, da bekäme ich einen günstigeren Einkaufspreis. Aber ganz ehrlich, das wäre das Todesurteil fürs Geschäft. Wir setzen gerne auf die Brauereien Fuchsbeck und Sperber vor Ort." Das Gleiche gilt beispielsweise für Brezen, Semmeln, Bratwürste. "Im Großmarkt alles bis zu acht Cent billiger, aber wir nahmen wieder hiesige Back- und Fleischwaren. Heuer zum Beispiel vom Rosenberger Fischer-Beck, und die Würste vom Lotter-Metzger." Schlögl ist sich sicher: "Gut, bei den Semmeln und bei den Bratwürsten wäre es den Leuten vielleicht noch egal, aber beim Bier hört der Spaß auf!"

Wir setzen gerne auf die Brauereien Fuchsbeck und Sperber vor Ort.Frühlingsfest-Wirt Christian Schlögl


So sieht die Polizei das Frühlingsfest 2016"Insgesamt friedlich und harmonisch", so fällt für Hauptkommissar Michael Kernebeck die Bilanz aus. Der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg erwähnt im Rückblick auf das Fest "nur" zwei wechselseitige Körperverletzungsdelikte, begangen zwischen zwei Frauen (24 und 43 Jahre alt) gleich am Eröffnungstag, und den Diebstahl eines Herren-Trekkingrads im Dultplatz-Umfeld.

Die verstärkte Polizeipräsenz in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst zahle sich aus . Einzelne sich anbahnende Streitigkeiten unter Festbesuchern seien bereits im Keim beigelegt worden. Und: "Intensive Jugendschutzkontrollen in der Vergangenheit tragen jetzt Früchte. Jugendliche mit alkoholbedingten Ausfallerscheinungen gab es beim Frühlingsfest nicht", stellt Kernebeck fest. (gw)
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