Fuchsbeck bringt neues Bier auf den Markt
Zukunft liegt im Dunklen

Die letzte Zutat kommt noch hinein, dann kann das Bier sich in Ruhe vollenden: Braumeister Stefan Kosczynski am Sudkessel.
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
03.06.2016
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Es riecht nach Malz, es funkelt im Licht wie dunkler Bernstein und es schmeckt einfach prima: Sulzbach-Rosenberg hat wieder ein neues Bier. Armin Ertel erweitert die Getränkekarte der Brauerei Orth und fügt das "Dunkle Fuchsbeck" hinzu. Aber beinahe hätte es anders heißen müssen.

Erstmals seit über zehn Jahren gibt es Neues zu verkosten. Eingefleischte Bierkenner wissen es schon länger, denn die inoffizielle Testphase dauert schon einige Zeit. Nun aber darf sich das Bier auch offiziell präsentieren, mit dem Segen der Behörden, und das kam so.

Kernige Farbe


Weil überall der Trend zum gar nicht mehr so hellen Bier geht, und auch der Fuchsbeck selbst ein Fan von kerniger Farbe ist, dachte sich Armin Ertel: Hier starte ich einmal einen Versuch. Selbstverständlich mit Hand und Fuß beziehungsweise mit Hopfen und Malz. Und dann griff er tief in die Kiste mit Münchener Malz aus der Sulzbach-Rosenberger Fabrik Ireks.

Die erste Charge gelang denn auch sofort, aber sie hatte einen Schönheitsfehler: Das Bier war zu dunkel durch das Malz, es schmeckte zwar super, ging aber bei den zuständigen Behörden nur als "Schwarzbier" durch. Und das wollte Armin Ertel ja nicht unbedingt. Also füllte er die zweite Braupfanne, diesmal kamen 30 Prozent Pilsener Malz von Ireks dazu. Und siehe da: Die Farbe gelang perfekt, jetzt erhielt das Bier auch die Klassifizierung "Dunkel". Warum aber hat es keinen klangvollen geschichtsträchtigen Namen? "Das wollte ich aber nicht", gibt der Bräu zu, denn das Aussuchen und Schützen von Namen ist in der heutigen Zeit rechtlich sehr mit Hürden bestückt. Also gab es eine schlichte Bezeichnung: "Fuchsbeck Dunkel" kann ihm kein Rechtsanwalt streitig machen, und das ist auch gut so.

18 Kilo Röstmalz-Anteile kommen im Brau-Prozess auf den Hektoliter, und dieser Geschmack setzt sich klar durch. "Mit dem Hopfen habe ich aber ein bissl gegengesteuert bei der Süße, damit es nicht zu schwer wird", verrät der Bräu. Malzig, kräftig, gut gehopft, das sind also die Attribute des neuesten Herzogstädter Gebräus. Der Alkoholgehalt liegt bei fünf Prozent - da gibt es stärkere Kaliber im Angebot. Aber es passt perfekt zusammen mit dem Geschmack.

Perfekte Ergänzung


Neben dem Hellen, Pils, Export, Hefe- und Kristallweizen, leichtem Weizen, Radler, dem saisonalen Festbier und den Böcken fügt sich das malzaromatische Dunkel also nahtlos ein in die Palette. In der schlanken NRW-Flasche ist es erhältlich in den Märkten, der Brauerei und im Heimdienst, wird für Wirtshäuser und Privatpersonen aber auch in Fässer abgefüllt - nicht nur in Fünf-Liter-Dosen.

Acht bis zwölf Wochen lagert das Bier in Edelstahltanks bei maximal zwei Grad, dann wird es abgefüllt und ist mindestens vier Monate haltbar. Aber so weit muss es ja nicht kommen, es gibt ja Flaschenöffner und Zapfzeug, um ans begehrte Getränk zu gelangen. Hier gilt eine Devise, die anderswo fatal wäre: Die Zukunft des Fuchsbeck liegt im Dunklen. Prost!
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