Gefäßchirurg Dr. Pommer spricht beim Frauenbund
Krampfadern kein kosmetisches Problem

Basiswissen über Gefäßerkrankungen vermittelte Dr. Stefan Pommer aus Amberg beim katholischen Frauenbund St. Marien. Genoveva Nutischer freute sich über das große Interesse der Mitglieder an diesem Vortrag.

"Erkrankungen der Blutgefäße werden immer häufiger, weil die Menschen immer älter werden", erläuterte der Mediziner zum Einstieg ins Thema. In den Industrienationen führten sie die Liste der Todesursachen an, noch vor dem Krebs in seinen verschiedenen Formen.

Arterien transportieren mit Sauerstoff, Nährstoffen und Hormonen angereichertes Blut vom Herzen zu den Organen; Venen befördern es über die Ausscheidungsorgane zum Herzen zurück. Sind Arterien verkalkt oder verstopft, kommt nicht mehr ausreichend Blut hindurch. Oft sind die Beine betroffen, was sich dann in der sogenannten Schaufensterkrankheit äußere. Arterienverschlüsse führten zu Thrombosen oder Embolien. Beides bereite dem Patienten große Schmerzen.

Diese Erkrankungen seien zum Teil genetisch bedingt, aber auch durch ungesunde Lebensweise wie Rauchen oder Übergewicht verursacht. Behandlungsmöglichkeiten wären Blutverdünnung, Kathederverfahren, Gefäßdehnung mit einem Ballon, Stents oder ein Bypass, der eine Umgehung der Arterie schaffe.

Der dritte Teil des Vortrags beschäftigte sich mit den Venen. Krampfadern seien kein kosmetisches Problem, sondern ließen "verbrauchtes Blut" schlechter aus den Beinen abfließen. "Durch ausreichendes Trinken, eine gesunde Lebensweise und viel Bewegung können Erkrankungen der Blutgefäße günstig beeinflusst werden", empfahl Pommer seinen Zuhörerinnen.
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