Gerhard Kopf, Initiator des Reparatur-Cafés, spricht über Irritationen mit der Elektro-Branche
Nachhaltigkeit in der Region

Gerhard Kopf, Geschäftsführer des ZEN, lädt die Fachhändler ein, sich auch am Reparatur-Café zu beteiligen. Bild: Gebhardt

Die Botschaft kam wohl etwas unklar rüber, aber jetzt sind die Missverständnisse geklärt: "Gefährliche Bastelstunde" hieß ein Artikel in der SRZ am Mittwoch/Donnerstag, in dem die Elektro-Branche Stellung nahm zum geplanten Repair-Café am 25. Juni in der Hängematte. Das ZEN (Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit) aus Ensdorf ist der Initiator, und Geschäftsführer Gerhard Kopf sprach mit der SRZ über die Intentionen des Repair-Cafés.

Falsch verstanden


Die Elektrohändler hatten "gefährliche Schwarzarbeit" ebenso kritisiert wie eventuelle Haftungs- und Kompetenzfragen bei der unter Umständen "lebensgefährlichen" Reparatur von Elektrogeräten. Gerhard Kopf meinte dazu: "Das ist etwas falsch rübergekommen. Die Idee eines Repair-Cafés, von denen es in Deutschland schon rund 200 gibt, ist hauptsächlich, die Nachhaltigkeit zu fördern." Wertvolle Textilien, Kleinmöbel im Haushalt, Fahrräder und eben auch das eine oder andere Elektrogerät, das sind die Hauptbetätigungsfelder des Cafés. "Café heißt soviel wie regelmäßiger Treffpunkt. Wir wollen die Leute dazu bringen, nicht alles gleich wegzuwerfen."

In der Region einkaufen


Dazu gehöre es, Dinge, die es wert sind, auch zu reparieren statt sie zu entsorgen - und auch, hier in der Region einzukaufen statt im Internet. Die Leute, die sich beim Treffen um Gegenstände kümmern, seien in der Regel "vom Fach": "Selbstverständlich wird hier niemand reparieren, der nicht autorisiert ist", stellt Gerhard Kopf klar.

Es bestehe eine ausreichende Versicherung, der Tagungsort werde vorher gründlich durchgemessen. Alle Interessenten sind zu dem ersten Helfertreffen schon am Samstag, 4. Juni, um 15 Uhr in der Hängematte eingeladen, das dem eigentlichen Café am Samstag, 25. Juni (13 bis 16 Uhr), vorausgeht.

Fachhändler willkommen


Und hier kommen wieder die örtlichen Fachhändler ins Spiel: Selbstverständlich sind auch sie willkommen in dem Kreis, denn sie als Experten können wertvolle Tipps geben - nicht nur bei Elektrogeräten, sondern auch bei Fahrrädern oder Möbeln. Einige Firmen haben sich schon angemeldet, freut sich Gerhard Kopf. "Gerade sie sind enorm wichtig für unser Netzwerk vor Ort, um die Regionalität gegen das Internet zu stellen!"

Unterstützer melden


Also: Keine Konfrontation, sondern Zusammenarbeit, keine Aufregung, sondern miteinander reden, das ist angesagt. Und am 4. Juni in der Hängematte wäre da schon mal Gelegenheit. Unterstützer, bitte melden - und die Fachhändler auch.

KontaktWer als Experte am Reparaturcafé teilnehmen möchte, kann sich melden unter 09624-90 36 46 oder Mail rc@zen-ensdorf.de.
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