Gesundheitspolitikerin im St.-Anna-Krankenhaus
Geld reicht hinten und vorne nicht

Die Zahlen sprachen für sich: Beeindruckt zeigten sich (von links) Joachim Bender, Dr. Armin Rüger, Sabine Dittmar und Reinhold Strobl von den Problemen, die Klaus Emmerich schilderte. Bild: Gebhardt
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
26.07.2016
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Der Besuch wurde zum intensiven Meinungsaustausch mit der Bitte um Unterstützung: Sabine Dittmar (SPD), stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Gesundheit im Bundestag, und Reinhold Strobl, Mitglied des Landtags, sprachen mit der Führung des St.-Anna-Krankenhauses zum Thema "Krankenhausfinanzierung".

Gemeinsam mit den Kreisräten Dr. Armin Rüger und Achim Bender verschaffte sich die Expertin einen Überblick über die intensiven strategischen Maßnahmen der Klinik. Allein innerhalb eines Jahres habe das St.-Anna-Krankenhaus die neurochirurgische Wirbelsäulenchirurgie neu eingeführt, eine Fachabteilung Radiologe mit eigenem Radiologen geschaffen und das EndoprothetikZentrum eröffnet. In drei Jahren wurden 25 neue Vollzeitstellen geschaffen.

Allein 2015 entstanden neu Krankenpflegeschule, Entbindungsstation, Kreißsaal, Operationsabteilung sowie Empfangsbereich. "Nahezu alle medizinischen Großgeräte sind nur drei Jahre oder jünger und damit auf dem neuesten technischen Stand", erläuterte Vorstand Klaus Emmerich. Im ersten Halbjahr 2016 hatte das Krankenhaus die höchste Leistung seit Bestehen des Kommunalunternehmens erreicht und eine Weiterempfehlungsquote von 91 Prozent - ein bundesweites Top-Ergebnis. Große Sorgen mussten sich Sabine Dittmar, Reinhold Strobl, Dr. Armin Rüger und Achim Bender jedoch zur Krankenhausfinanzierung anhören. Weder Einnahmen von Krankenkassen noch Investitionsbeiträge der Bundesländer reichten aus, um die geforderte Qualität gegenzufinanzieren. Vorstand Emmerich meinte: "Wir bekommen keine Förderung für die neue Küche und den Interimsbau hinter dem Haus."

In der Investitionsfinanzierung weise das Krankenhaus einen jährlichen Fehlbetrag von rund 780 000 Euro aus. "Dass hier der Landkreis intensiv finanziell unterstützt, dafür bin ich sehr dankbar", schloss Emmerich.
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