HCA-Schülerinnen unter den Mint-Girls 2015
Spannende Reise zum Mond

Robin Lauerer (links) und Eva-Marie Kolb (rechts) gehörten zu den Mint-Girls 2015. Ihrer Lehrerin Susanne Merkl führten sie die Roboter vor, die sie für einen Mondspaziergang gebaut haben. Bild: ker

Zum Stichwort Moonwalk fällt vielen erst einmal Michael Jackson ein, der den so bezeichneten Tanzschritt zu seinem Markenzeichen machte. Zu einem Spaziergang auf dem Mond braucht es aber nicht unbedingt den King of Pop, fanden zwei Schülerinnen aus der Herzogstadt heraus.

Regensburg/Sulzbach-Rosenberg. Moonwalk heißt ein Projekt der Ostbayerischen Technischen Hochschule und der Universität Regensburg. Es will jungen Oberpfälzerinnen die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - zusammengefasst in der Abkürzung Mint - näherbringen.

Bewerbung erfolgreich


Studienrätin Susanne Merkl machte Anfang 2015 am Herzog-Christian-August-Gymnasium darauf aufmerksam. Robin Lauerer und Eva-Marie Kolb bewarben sich um einen der begehrten Plätze im Team der Mint-Girls 2015. Die beiden hatten das Glück und bekamen die Chance, bereits als Schülerinnen an Hochschulen Studienerfahrungen zu sammeln.

Investieren mussten sie natürlich einiges - viel Freizeit, Arbeit und vor allem Begeisterung für die Naturwissenschaften. Über ein halbes Jahr lang immer wieder nach anstrengenden Unterrichtstagen in Sulzbach-Rosenberg in den Zug zu steigen, nach Regensburg zu fahren und dort unterschiedliche Vorlesungen zu besuchen, verlangt schon Durchhaltevermögen. Aber der Einsatz wurde reichlich belohnt.

Vorlesungen aus der Physik, Mathematik, Raumfahrt oder Chemie standen genauso auf dem Programm wie das Erlernen und Üben von Präsentationstechniken oder das Bearbeiten von Bildern. Zu den absoluten Höhepunkten gehörte ein Wochenende im Sommer, an dem die Mint-Girls zwei Nächte lang in der Sternwarte Regensburg an ihrem Mondprojekt arbeiten durften.

Fast richtig fliegen


Getoppt wurde dieses Erlebnis nur noch von den Herbstferien. Da ging es dann sogar nach Oberpfaffenhofen ins Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum. Und hier wurde (fast) richtig geflogen: Die Mädchen nahmen als Raumpilotinnen im Flugsimulator der DLR Platz.

Gelernt haben wir unheimlich viel, und jetzt verstehen wir in der Schule Sachen, die uns vorher eher rätselhaft waren.Robin und Eva-Marie

Stunde der Wahrheit


Mit all diesem Wissen und Können ausgestattet, ging es an die Umsetzung des Moonwalks. Der Spaziergang auf der Mondoberfläche sollte von kleinen Robotern bewerkstelligt werden. Die Mint-Girls konstruierten und programmierten sie selbst. Jeder der Roboter bekam eine spezielle praxisnahe Aufgabe. Das Spektrum von der Steuerung bis zur Gewinnung und Analyse von Bodenproben.

Mitte Dezember kam dann mit der Abschlussfeier an der Universität Regensburg die Stunde der Wahrheit. In Teams präsentierten die Mädchen ihre Aufgaben und beeindruckten sowohl mit ihrem naturwissenschaftlichen Know-how als auch mit professionellem Auftreten vor großem Publikum. Belohnt wurden sie mit viel Applaus und einer Urkunde.

Besonders freuten sich die beiden Sulzbach-Rosenbergerinnen, als sie im Publikum ein vertrautes Gesicht entdeckten. Ihre Lehrerin Susanne Merkl war gekommen, um sich den selbst gebauten Roboter live vorführen zu lassen.

Gegenseitig motiviert


Robin und Eva-Marie wollen die Erfahrungen des vergangenen halben Jahres nicht missen, auch wenn sie dafür das eine oder andere Freizeitvergnügen opfern mussten. Mehr als einmal haben sie sich gegenseitig zum Durchhalten motiviert, erzählen sie: "Aber gelernt haben wir unheimlich viel, und jetzt verstehen wir in der Schule Sachen, die uns vorher eher rätselhaft waren."
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