Hilfstransport für rumänische Straßenhunde
In den Fängen der Hunde-Mafia

Überbelegte Zwinger, ein dreckiges Rinnsal und kalter Lehmboden - Straßenhunde in Rumänien erleben täglich große Qualen. Bilder: hfz (2)
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
15.11.2016
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Die Zustände schreien zum Himmel. Die Probleme reißen nicht ab. Und die leidtragenden sind als ärmste Kreaturen die rumänischen Straßenhunde. Ein Hilfstransport aus der Herzogstadt half jetzt, die ärgste Not zu lindern.

Regelrecht schockiert zeigte sich Birgit Auers beim Pressegespräch über die in Sighisoara (Schäßburg) in Siebenbürgen erlebten Zustände. In den Tierheimen fehlt es an allen Ecken und Enden. Täglich müssen neue Straßenhunde aufgenommen werden, es fehlen Futter, Decken, Hundehütten, Schlafkörbe und Medikamente. Auch die tierärztliche Versorgung lasse zu wünschen übrig. Über ihr Autohaus starteten Birgit und Winfried Auers nun einen Hilfstransport, um die dringend benötigten Materialien noch vor dem Wintereinbruch nach Osteuropa zu bringen.

Ein Aufruf über die SRZ brachte Mitte Oktober einen ungeahnten Erfolg: Binnen zweier Wochen sammelten sich auf dem Firmengelände an der Europastraße einige Tonnen Hilfsmittel. Dafür danken die Initiatoren allen Spendern, die hier ein übergroßes Herz für Tiere zeigten.

Familie Auers hat sich hier einer Initiative aus Abensberg angeschlossen, die sich seit einigen Jahren für die streunenden Hunde in Rumänien einsetzt. Dank der Unterstützung konnte in Sighisoara neben dem staatlichen noch ein privat geführtes Tierheim eingerichtet werden. So soll die Situation für die verwahrlosten, herumstreunenden oder in viel zu kleinen Käfigen dahinvegetierenden Hunde etwas verbessert werden.

"Ein echtes Problem stellen die Hundefänger dar, die pro getöteten Hund eine staatliche Prämie kassieren. Um mehr Geld zu verdienen, setzten sie auch wieder Hunde aus. Das ist eine echte Mafia", erklärt Birgit Auers die schlimme Situation. Im neuen Tierheim konnte jetzt ein Quarantäne-Bereich und ein Operationszimmer eingerichtet werden. Auch eine Veterinärin aus Deutschland hilft vor Ort direkt mit.

Besondere Probleme würden aber immer noch die kaputten, verrosteten und überbelegten Zwinger bereiten. Um diese Situation zu ändern, seien weiterhin viele Sachspenden für das Tierwohl notwendig. Wer mithelfen will, kann sich gerne bei Birgit Auers (0174/33 84 089, melden. Alle zwei Monate wird ein Hilfstransport nach Rumänien geschickt. Im Facebook-Auftritt von Auto Auers gibt es weitere Informationen und Bilder von den Hilfstransporten.
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