Hochwasserschutz Großalbershof kommt in den Haushalt
Konzept schon lange in der Schublade

Viele Häuser des Stadtteils Großalbershof liegen quasi in einer Senke. Bei starken Regenfällen kommen hier schnell Wassermengen zusammen.

Das Konzept der Hochwasserschutzmaßnahme Großalbershof stellte ein Vertreter des Ingenieurbüros Rubenbauer bereits im Stadtrat im November 2008 vor, ebenso die Zuschussmöglichkeiten. Damals wurde es aber nicht weiterverfolgt.

Dazwischen gab es im Jahr 2011 wieder eine große Überflutung mit erheblichen Schäden. Mit diesem latenten Gefahrenzustand will die Dorfgemeinschaft nicht länger leben. Sie mahnte bei allen Stadtratsfraktionen (SRZ berichtete) die Dringlichkeit dieses Schutzprojektes an.

Nach Ortsterminen, einem von 2, Bürgermeister Günter Koller in der Juni-Sitzung gestellten Antrag und Beratungen im Bauausschuss, rückte nun das Thema erneut auf die Tagesordnung im Stadtrat. Rainer Rubenbauer vom Büro UTA-Ingenieure war es wieder, der die damaligen Planungen in Erinnerung rief und mit aktuellen Zahlen dem Gremium ein zweites Mal vorstellte.

Zwei Bauabschnitte


Wie der Fachmann ausführte, könne der Hochwasserschutz für Großalbershof durch zwei Bauabschnitte erreicht werden: Zum einen durch die Verbesserung der Ableitungssysteme (Rohrleitungen) in der Ortschaft, die Abtrennung des Seitenzuflusses der Bahnentwässerung sowie durch die Errichtung eines Einlaufbeckens zur Fassung der Wässer. Das System wird auf die Leistungsfähigkeit des überbauten Durchlass mit zweimal DN 800 angepasst.

Die zweite Komponente, so Rubenbauer weiter, betreffe den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens mit einem Volumen von rund 10 000 Kubikmetern. Der Drosselabfluss daraus werde an die Leistung der Verrohrung im Dorf angepasst. Die Gesamtkosten können grob auf 600 000 Euro veranschlagt werden. Genauere Zahlen seien erst mit Erstellung der weiteren Planungen möglich. Die Förderung könne mit rund 50 Prozent angenommen werden.

Alle Fraktionen mahnten im Stadtrat die Dringlichkeit der Maßnahme an, um solch immense Schäden wie im Jahr 2011 künftig zu vermeiden. Die Dauer aller noch dafür notwendigen Planungen gab Rubenbauer mit rund einem Jahr an. Mit dem Bau könne dann 2018 begonnen werden. Eine Kostenumlage auf die Bürger wurde auf Nachfrage von Norbert Klotz (CSU) vom Experten ("in der Regel nicht") quasi verneint.

Nach Auffassung von Bürgermeister Michael Göth könnten nach Vorberatungen im Hauptausschuss und der Kostenermittlung Mittel in den Haushalt 2017 eingestellt werden. Die Umsetzung wäre dann in den Jahren 2018 oder 2019 vorstellbar.
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