Hüttenverein Glückauf setzt Spendentradition fort
1000 Euro für vier soziale Einrichtungen

Auch in den kommenden Jahren wird der Hüttenverein den 13. Monatsbeitrag spenden, versicherten die Vorsitzenden Karl-Heinz König (links) und Christian Trösch (hintere Reihe, rechts), Schirmherr Manfred Leiss und der frühere Betriebsratsvorsitzende Franz Kick. Das hörten Helga Pickelmann (Zweite von links), Angelika Hahn (Zweite von rechts), Theo Wißmüller und Hans Lauterbach (hintere Reihe, Zweiter und Dritter von links) gerne. Bild: bmr

Seit 39 Jahren sammelt der Hüttenverein Glückauf einen 13. Monatsbeitrag ein. Bisher kamen 62 000 Euro zusammen. Jetzt legte er ein weiteres Mal nach.

Im ehemaligen Betriebsratsbüro der Maxhütte, dem jetzigen Vereinslokal, gingen dieser Tage jeweils 250 Euro an den Caritasverband, die Behindertenhilfe, die Diakonie und die Aktion "Sulzbach-Rosenberg hilft".

Der Hüttenverein, mit rund 1000 Mitgliedern einer der größten der Stadt, wolle mit seinem 13. Monatsbeitrag Menschen unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Der Vorsitzende Karl-Heinz König dachte da an von Arbeitslosigkeit Betroffene, aber auch an Flüchtlinge, die aus Kriegsgebieten zu uns geflohen sind.

Schon öfters verließen Menschen ihre Heimat, weil sie dort um ihr Leben fürchten mussten, gab der Schirmherr Manfred Leiss zu bedenken. Während der Nazizeit hätten Deutsche in anderen Ländern Asyl gesucht und gefunden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Millionen von Heimatvertriebenen in die Bundesrepublik; später dann auch Aussiedler. Sie alle hätten sich in die Gesellschaft integriert. "Warum sollte das bei den heutigen Flüchtlingen nicht auch gelingen?", fragte Leiss.

Angelika Hahn von der Behindertenhilfe erzählte die Geschichte ihres Vaters, der als Antifaschist und Sozialdemokrat im Dritten Reich politisch verfolgt wurde. In Deutschland gehe die soziale Schere immer mehr auseinander, kritisierte Theo Wißmüller von der Diakonie. Die Zahl der Superreichen steige, während viele Menschen ums Überleben bangten. Spendenaktionen wie die vom Hüttenverein könnten das generelle Problem zwar nicht lösen, aber etwas Linderung bringen.
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