Hüttenverein Maxhütte zieht Bilanz
Entscheidung fällt im Januar

Für 40, 50 und 60 Jahre Treue ehrte der Hüttenverein eine Reihe von Mitgliedern. Vorsitzender Karl-Heinz König (links), Bürgermeister Michael Göth (rechts), Ehrenmitglied Manfred Leiss sowie die Stadträte Yvonne Rössl und Achim Bender gratulierten. Bild: fnk

Beitragserhöhung oder die Auflösung des Hüttenvereins Maxhütte - das wird ein großes Thema bei einer außerordentlichen Versammlung im Januar sein, kündigte Vorsitzender Karl-Heinz König bei der Jahresversammlung im Capitol an. Die niedrige Verzinsung verursache erhebliche finanzielle Probleme im Verein.

Es kommen schwierige Zeiten auf den Hüttenverein Maxhütte Sulzbach-Rosenberg zu, stellte der Vorsitzende schon bei der Begrüßung zur Jahresversammlung im Capitol voran. Die derzeitige niedrige Verzinsung der Guthaben bedeute für die Zukunft ein großes Problem: Es könne nämlich die Auszahlung des Sterbegeldes bald nicht mehr geleistet werden.

Rückläufige Mitgliederzahlen und Veranstaltungen sorgten dazu für einen finanziellen Engpass. Deshalb werde im Frühjahr bei einer außerordentlichen Versammlung die Frage über eine Beitragserhöhung oder die Auflösung des Vereins gestellt werden müssen. Trotz weniger finanzieller Mittel habe der Hüttenverein auch im letzten Jahr örtliche soziale und karitative Organisationen mit einer Spende bedacht, die durch den 13. Monatsbeitrag finanziert wurde. Unterstützung und Betreuung Kranker, Behinderter sowie von Flüchtlingen sei dabei das Ziel gewesen, erklärte König.

Thema Rohrwerk


In diesem Jahr werde der Hüttenverein, als Gründer des Hochofenweihnachtsmarktes, dort wieder anwesend sein. Als Betriebsratsvorsitzender berichtete König über die derzeitige Situation des Rohrwerks Maxhütte und die laufenden Verhandlungen. Er nannte die Lage positiv, man sei aber noch nicht über den Berg. Unter dem Thema "Das Herz aus Stahl muss weiter schlagen" findet am 9. November um "5 vor 12" (11.55 Uhr) eine Demo mit Wortbeiträgen vom Hüttenverein und dem Arbeitgeber vor dem Tor des Rohrwerks statt. Dazu lud er bereits jetzt alle Mitglieder ein.

Ehrenvorsitzender Karl-Heinz Jäger stellte die Zukunft der Rente in Frage, die besonders die Nachkommen in Bedrängnis bringen wird. Deshalb sei es erforderlich, ein Rentensystem zu entwickeln, in das alle einzahlen. Aufgrund der allgemeinen Vereinssituation konnte der Kassenbericht von Angelika Lutter auch nur mit einem eingefahrenen Minus abgeschlossen werden.

Bürgermeister Michael Göth übermittelte im Namen des Landrats Grüße und Glückwünsche an die Jubilare für ihre langjährige Treue zum Verein. Weiter betonte Göth, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Stadt so hoch wie noch nie sei - mit derzeit 8711 höher als zur besten Maxhüttenzeit.

Erhalt der Tradition


Auch die Arbeitslosenquote mit teilweise unter 3 Prozent sei ein guter Erfolg, bei dem das Rohrwerk Maxhütte ein wichtiger Baustein war. Göth wünschte sich, dass der Stahlmarkt nicht von Billigprodukten überschwemmt werde und die Qualität des deutschen Stahls wieder einen Aufwind erfahre. Dem Hüttenverein dankte er für den Einsatz zum Erhalt der Tradition und überreichte einen kleinen Obolus.

Vorsitzender Karl-Heinz König, Bürgermeister Michael Göth, Ehrenmitglied Manfred Leiss und die Stadträte Achim Bender und Yvonne Rössl übernahmen zum Abschluss der Versammlung die Ehrung langjähriger Mitglieder. König betonte, dass es keine 25-jährigen Mitgliedschaften zu ehren gebe, da in diesem Jahr damals keine Vereinseintritte waren.

JubilareFür ihre langjährige Mitgliedschaft und Treue zum Hüttenverein wurden geehrt:

Für 40 Jahre: Elisabeth Bublitz, Anton Gemmrig, Gerhard Feierabend, Alfons Kerscher, Robert Pirner, Josef Segerer, Günter Schiller, Hubert Schubert, Gert Steger, Hans Terno, Karl-Heinz Utz, Konrad Wölfl, Friedrich Luber, Hans Maderer und Joachim Räder; für 50 Jahre: Johann Gebhardt, Wilfried Gruber, Karl Haller, Hans-Georg Kurz, Wolfgang Lindner, Johann Singbartl und Eberhard Weiß; für 60 Jahre: Hermann Graf und Werner Aures. (fnk)
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