Initiative Sulzbach-Rosenberg hilft betreibt Kleiderlager
Flüchtlinge helfen mit

Das eingespielte Team, verstärkt durch einige Syrer, strahlt Optimismus aus: Im Kleiderlager geht es rund, zum Wohle der Kriegsflüchtlinge, die aus den Krisengebieten in die Herzogstadt kommen. Bild: bmr
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Sulzbach-Rosenberg
07.03.2016
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Jedes Kaufhaus wäre froh über einen solchen Ansturm. Die Helfer sind jedes Mal überrascht, wie freudig ihre "Kundschaft" die Ware annimmt: Im neuen Kleiderlager vom Bündnis "Sulzbach-Rosenberg hilft" geht es rund, sowohl bei der Annahme als auch bei der Ausgabe. Und inzwischen helfen syrische Flüchtlinge als Dolmetscher mit.

Die Idee entstand wegen der großen Not, in der sich die Neuankömmlinge aus den Krisengebieten befinden: Meist besitzen sie nur mehr das, was sie auf dem Leib tragen, und das ist nicht viel. Badelatschen im Winter sind da keine Seltenheit, berichten die Helfer vom Bündnis.

Erst Wilhelm-Busch-Straße


Also organisierten sie ein Kleiderlager, speziell für Flüchtlinge. Zuerst bekamen sie von der Firma Luber in der Wilhelm-Busch-Straße dankenswerterweise eine Halle zur Verfügung gestellt, in der sich die Anlieferung und Verteilung auch einige Monate abspielte.

Doch der Platz reichte bald nicht mehr, und nun sprang der Landkreis in die Bresche: Im Beruflichen Schulzentrum an der Neumarkter Straße stellte er dem Bündnis mehrere Kellerräume zur Verfügung. Direkt am Aufgang zur Schule neben dem Kunst-Brunnen schufen Arbeiter einen ebenerdigen Zugang zum neuen Kleiderlager.

Gemeinsamer Umzug


Mit drei Zehntonner-Lkw und vielen Helfern, auch von der Feuerwehr, machte sich das "Sulzbach-Rosenberg-hilft"-Team an die Arbeit und zog um, von der Busch- in die Neumarkter Straße. Dort lagern nun die unzähligen Kleidungsstücke, die die Bevölkerung gespendet hat, sauber aufgeschichtet und sortiert in den Regalen.

Zehn Helferinnen umfasst die Stamm-Mannschaft der Freiwilligen, dazu kommt inzwischen eine gute Handvoll Syrer, die auch als Dolmetscher wertvolle Dienste leisten. Nicht nur am Mittwoch und Freitag herrscht Hochbetrieb. Es kommt vor, dass während der Woche schnell mal ein ganzer Bus eintrifft im neuen Quartier in den Bauhallen der Berufsschule und die Besatzung eingekleidet werden muss. Dann finden sich nach Telefonrundruf die Freiwilligen ein und versorgen die Neuankömmlinge mit Textilien.

Am meisten benötigt werden zurzeit Kleidungsstücke (Hosen, Hemden. T-Shirts, Pullover, Schuhe) in den Größen S, M und L sowie Kinderwagen und Buggys, berichten die Betreuer. Ganze Flüchtlingsfamilien stehen nun an jedem Öffnungstag vor der Tür in der langen Schlange und warten darauf, sich etwas aussuchen zu können aus dem riesigen Fundus. Auch für die Kleinsten finden sich stets gute, passende Sachen zum Anziehen.

Besonders leuchten die Kinderaugen aber, wenn sie eines der vielen gespendeten Kuscheltiere mitnehmen dürfen.

Die ZeitenAnnahme für Spenden ist jeden Mittwoch von 17 bis 18 Uhr und Freitag von 16 bis 17.30 Uhr. (ge)
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