Integration ja - aber nicht in dieser Form
Argumente aus dem Info-Abend

Eine Vielzahl von Argumenten brachten die Bürger vor, die sich an der Info-Veranstaltung im Kettelerhaus beteiligten - nicht immer emotionsfrei, aber für die Stadt und die Planer nach deren Aussage durchaus nachvollziehbar. Die Wünsche würden auf jeden Fall "mitgenommen" in die Gremien, versicherten sie. Hier eine Auswahl:

Rund 80 Personen, auf dieser Fläche konzentriert, sind zu viel für die Einsteinstraße: Hauptargument und praktisch von allen Rednern berücksichtigt. Die Stichstraße hat gerade mal 30 Anwohner.

Integration ja - aber nicht in dieser Form: Durch die komplette Konzentrierung der Menschen auf die drei Häuser sei eine sinnvolle Integration, wie sie sich bei der dezentraler Wohnunterbringung bewährt habe, nicht möglich.

Wer kommt überhaupt? Am besten wären Familien mit Kindern, meinten viele, am wenigsten erwünscht sei wohl eine Belegung ausschließlich mit jungen Männern.

Wo ist die Infrastruktur? Außer einer Metzgerei und einer Bushaltestelle gebe es nichts in diesem Ortsteil, jede Art von Besorgung müsse über den Nahverkehr oder zu Fuß über Rosenberg ablaufen.

Warum wieder diese Ghetto-Bildung? Diese Form der Zusammenlegung von Flüchtlingen oder Asylbewerbern und früher den Aus- und Übersiedlern habe sich noch nie bewährt. Warum also wieder diese Methode, fragten einige Diskussionsredner.

Warum wieder nach Rosenberg? Der Stadtteil mit seinen 7000 Einwohnern habe schon immer die Hauptlast tragen müssen bei Asylbewerber-, Aus- und Übersiedler-Wohnanlagen. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sei dies eine Benachteiligung gegenüber Sulzbach.

Sinkt meine Immobilie im Preis? Auch das befürchteten einige Bürger - ein Flüchtlingsheim in unmittelbarer Nachbarschaft könne sich negativ auf den Grundstückswert auswirken.
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