Investor will Konzept ausbauen
Sportpark-Zukunft hat begonnen

Die einzige Squash-Anlage in weitem Umkreis wird renoviert und soll wieder aktive Sportler aus dem ganzen Landkreis anlocken.
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
04.01.2016
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Auch in die Kegelbahnen wird Ludwig Hetzenegger investieren und das Umfeld aufwerten. Vielleicht ist hier bald wieder Liga-Spielbetrieb.

Es ist deutlich mehr als ein Silberstreif, der sich für den Sportpark am Horizont abzeichnet: Der gesamte Komplex ist jetzt verkauft, die endgültige Übergabe Ende Januar. Und: Tennis, Squash, Kegeln und Klettern sind weiter möglich. Denn der neue Eigentümer hat viel Erfahrung mit Fitness, er gliedert das Sportpark-Angebot kurzerhand in sein kleines Imperium ein.

Es dauerte lange, aber dann hat Ludwig Hetzenegger zugeschlagen: Er kaufte die komplette Sportpark-Immobilie von der Aicher-Gruppe und hat jetzt seine Nutzungspläne fertig. Hineinstecken wird er ins Projekt dafür noch einmal rund 1,1 Millionen Euro, verriet er der SRZ beim Ortstermin. Er hat ja schon bei der Umgestaltung des Heldrich-Areals in Rosenberg am Bahnhof mit einer Millionen-Investition für Aufsehen gesorgt.

Doch fangen wir oben an: Die Tennishalle wird erhalten bleiben. Allerdings ist hier eine Reduzierung geplant, denn vermutlich auf zweien der drei Felder soll eine Kletter- und Boulder-Halle entstehen. Hier sind die Gespräche mit dem Deutschen Alpenverein als Nutzer und Betreiber schon weit gediehen und auf einem guten Weg, meint der Investor - es steht sogar noch ein weiterer Interessent vor der Türe. Ein kleiner Gastrobereich wird das Angebot zwischen Tennis und Klettern bereichern.

Flüchtlinge bleiben


Das bisherige integrierte Hotel ist ja bereits im Frühjahr umgewandelt worden in eine Unterkunft für Flüchtlinge. Das soll auch so bleiben, die Mietverträge mit dem Landkreis laufen weiter. Es sind dank der vier neu eingerichteten Zimmer im Untergeschoss jetzt zwölf Räume samt Küche für die 26 Asylbewerber vorhanden.

Im Untergeschoss wird sich vieles verändern: Das bisherige Restaurant erfährt eine deutliche Reduzierung. Der hinterste Raum entfällt künftig, ebenso wird die Großküche ausgebaut und in einen Billard-Salon umgewandelt. Getränke und Snacks sind aber weiterhin erhältlich an der Theke und im vorderen Gastraum, im Sommer auch auf der Terrasse. Das mittlere große Zimmer mit seiner technischen Ausstattung kann nach wie vor als Tagungs-, Seminar- oder Feierraum genutzt werden. Mit einem möglichen Pächter führt Hetzenegger derzeit Gespräche.

Offenen Räume schaffen


Zur Kegelbahn hin wird sich der Raum öffnen, der Aufenthaltsbereich neben den Bahnen soll verschönert werden. Hetzenegger ist übrigens bereit, mit Vereinen zu verhandeln über eine Nutzung der Kegelanlage im Liga-Betrieb.

"Die Vereinszimmer am Gang können gerne bleiben", meint der Investor auf dem Weg zum weiteren Glanzstück des Komplexes: Die Squash-Anlage wird ordentlich aufgepeppt, verspricht er. Ein Fenster bringt Tageslicht, und die (nach Umzug der Kletterer wieder vier) Spiel-Kabinen werden renoviert. Neue Duschen und Toiletten sind selbstverständlich, verspricht er.

Wie soll das alles gehen? Ludwig Hetzenegger hat da eine klare Vorstellung: "Ich werde die Verwaltung des Projektes ausschließlich meiner Firma Helu Innovationszentrum übertragen", kündigt er an. Die Life-Aktiv Lounge GmbH wird Pächter der Bereiche Tennis, Kegeln, Squash. "Das passt perfekt hinein ins Club-Angebot für unsere Kunden."

Sollte das Kletter- und Boulder-Projekt in der Tennishalle mit dem Alpenverein als Betreiber bald Realität werden, würde der Investor allerdings auf die geplante Überbauung der alten MH-Käranlage hinterm Fitness-Center als Boulder-Zentrum (wir berichteten) verzichten.

"Wäre schade drum"


Das Konzept von "Max", der neuen Mitte von Rosenberg im alten Heldrich-Anwesen, könne durchaus auch im Sportpark angewendet werden. "Es wäre jammerschade gewesen, wenn es dieses Angebot in Sulzbach-Rosenberg nicht mehr gäbe", meint Hetzenegger zu seiner Entscheidung für den Sportbetrieb und gegen eine andere Nutzung. Und die jetzt angestrebte Lösung ist wahrlich nicht die schlechteste.
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