Jahresempfang bei der SPD
Richtiger Weg – ohne Euphorie

Reinhold Strobl sprach über das Ehrenamt aus Sicht des Bayerischen Landtages. Bilder: Gebhardt (3)
 
Der Aufgabe, den Erhalt für die Zukunft zu sichern, werden wir uns ab 2016 besonders annehmen.Zitat: Bürgermeister Michael Göth über die Seidel-Druckerei

Bildung, Wohnen, Arbeit für alle, auch für Flüchtlinge, keine Ausnahme vom Mindestlohn, kein gegenseitiges Ausspielen - die SPD zeigt klare Kante bei ihren Forderungen. Der Jahresempfang im Capitol geriet auch zum Plädoyer für das Ehrenamt - und der Bürgermeister steuerte die "Wohlfühl-Daten" bei.

Joachim Bender als Ortsvereins-Vorsitzendem oblag es, die Riege der Mandats- und Funktionsträger willkommen zu heißen. Er zeigte sich stolz darauf, dass es in der Stadt eine gelingende Integrationsgruppe gebe und Ausländerfeindlichkeit ein Fremdwort sei. Auch MdL Reinhold Strobl lobte die vielen Ehrenamtlichen, ohne die das System nicht funktioniere. Er berichtete von einem Besuch in Ungarn bei den Sozialisten und den durch Viktor Orban verursachten Demokratie-Defiziten. Bezirksrat Richard Gaßner erinnerte an die Aufgaben des Bezirks, vor allem auch im sozialen Bereich und bei den Flüchtlingen.

Schulden tilgen


Wie geht es der Stadt, was sind die aktuellen Zahlen? Bürgermeister Michael Göth führte die Gäste in den Haushalt 2016 ein. Zum dritten Mal in Folge gebe es keine Nettoneuverschuldung, aber eine Rückzahlung von Verbindlichkeiten. "In den letzten drei Jahren konnten wir 1,6 Millionen Euro tilgen." Das Haushaltsvolumen liege bei 50 Millionen, 1988 waren es noch 23. besonders gut entwickelt hätten sich in dieser Zeit die Gewerbesteuereinnahmen - sie stiegen von damals 1,8 auf nunmehr durchschnittlich 6,9 Millionen Euro. Bisherige und laufende Erschließung und Ausweisung von Industrie- und Gewerbegebieten sowie erfolgreiche Betriebsansiedlungen schlügen sich nun auch in den Haushalten nieder.

Rekord-Beschäftigung


Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sei in den vergangenen Jahren um rund 1000 gestiegen auf 8711, mehr als zu Blütezeiten der Maxhütte. Die Arbeitslosenquote liege mit 2,8 Prozent praktisch bei Vollbeschäftigung. Diese Entwicklung sei eine enorme Stärkung der Region, habe der Leiter der Arbeitsagentur diesen Fakt beurteilt.

Investitionen in die Zukunft tätige die Stadt ebenfalls massiv in den drei Hauptgebieten Straßen und Brücken, Feuerwehren und Bildungseinrichtungen. Pestalozzi-Schule, Jahnschul-Turnhalle, Kindertagesstätte Guter Hirte - überall flössen Millionenbeträge in die Zukunftsaufgaben.

Bahnhof, Storg, Waage, Videothek habe die Stadt erworben, um Einfluss auf die Entwicklung nehmen zu können, bei der Historischen Druckerei Seidel sei man auf einem guten Weg zu einer Lösung. "Der Aufgabe, den Erhalt für die Zukunft zu sichern, werden wir uns ab 2016 besonders annehmen", versprach der Bürgermeister. Letztes Zuckerl: Die Bevölkerung wächst entgegen aller Prognosen wieder, momentan habe die Stadt rund 19 500 Einwohner - Folge auch der Bauland-Politik.

Besondere Musik


Ausgezeichnet umrahmten den Vormittag die Musiker der Städtischen Sing- und Musikschule: Tanja Gebhardt an der Gitarre, Stephanie Münster (Klavier/Gesang), Ben Hartmann (Marimba) sowie Lukas Wagner, Anette Knab, Susanne Hiltl, Lisa Straller und Iwona Simonides an den Querflöten. Die Leitung hatte SMS-Chef Steffen Weber.

Der Aufgabe, den Erhalt für die Zukunft zu sichern, werden wir uns ab 2016 besonders annehmen.Bürgermeister Michael Göth über die Seidel-Druckerei
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