Jahreshauptversammlung der Rot-Kreuz-Bereitschaft Sulzbach-Rosenberg
Mittendrin schrillt Alarmglocke

Während der Jahreshauptversammlung galt es zahlreiche langjährige Mitglieder der BRK-Bereitschaft Sulzbach-Rosenberg zu ehren. Hier zu sehen sind (von links, vordere Reihe) BRK-Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich, BRK-Kreisverbands-Chefarzt Dr. Michael Scherer, Erwin Gräml (35 Jahre), Jürgen Schmid (40), Benedikt Pietsch, Kerstin Pietsch, BRK-Kreisvorsitzender Gerd Geismann sowie (2. Reihe von links) Bürgermeister Michael Göth, Thomas Renner, Kevin Luber (Urkunde Sanitäter), Benedikt Bauer, Jürgen Ullrich

Der G 7-Gipfel in Elmau und die Flüchtlingsarbeit verschafften der Rot-Kreuz-Bereitschaft 2015 mehr als genug an zusätzliche Belastung. Nun wurde Bilanz gezogen.

Bereitschaftsleiter Erwin Gräml eröffnete die Jahreshauptversammlung im Lehrsaal des Rot-Kreuz-Rettungszentrums.

Negative Ereignisse


Danach übergab er nach einer kurzen Zusammenfassung des Abendprogrammes das Wort an den taktischen Leiter Stefan Walter. Aus dessen Präsentation ging ein großer Teil der Arbeitsschwerpunkte 2015 hervor. Neben Einsätzen wie dem Stadtlauf, Annabergfest, der Dult und vielen weiteren schilderte er die Teilnahme der Sulzbacher Bereitschaft am G 7-Gipfel in Elmau. Zugleich nutzte er die Möglichkeit auf sehr sachliche Weise, die negativen Ereignisse und vermeidbaren Komplikationen während dieses Einsatzes gegenüber den Funktionsträgern anzusprechen. Mit einem Querschnitt über Aus- und Fortbildungsmaßnahmen schloss er seinen Vortrag ab.

Den zweiten Teil des Bereitschaftsberichts trug der ebenfalls taktische Leiter Bernd Markl vor. Er erörterte den Einsatz bei der Flüchtlingsarbeit. 20 Prozent der gesamten ehrenamtlichen Tätigkeit sei dafür zu verbuchen gewesen. So wirkte das Rote Kreuz nicht nur beim Aufbau der Betten in der Erstaufnahmestelle der Walter-Höllerer-Realschulturnhalle tatkräftig mit, sondern erfüllte vom 6. August bis 19. Oktober auch zahlreiche administrative und logistische Aufgaben bis hin zur 24-Stunden-Betreuung über gesamt 13 Schichten.

Gräml bedankte sich bei den taktischen Leitern für deren großes Engagement, ihre Zuverlässigkeit und Ausdauer, denn einen sprichwörtlich langen Atem hätten die Verantwortlichen vergangenes Jahr stets unter Beweis stellen müssen.

Plötzlich durchdrang eine Alarmierung zum Großbrand die laufende Versammlung - und fast die Hälfte aller Anwesenden rückte aus. "Alltag auf einer Rettungswache", beruhigte Gräml die verbliebenen Gäste und fuhr routiniert fort. Demnach wurden 2015 über 30 000 ehrenamtliche Stunden von Frauen und Männern der BRK-Bereitschaft 2015 erbracht. Der Mitgliederstand stieg um neun Zugänge auf 118. Gräml bedauerte, dass sich erneut kein Jugendrotkreuz etablierte. So gäbe es zwar fortwährend Interesse in der Bevölkerung, aber leider keine Leitung für eine Gruppe. Eine kurze Übersicht über die Tätigkeiten der weiteren BRK-Sparten wie Blutspendedienst sowie Behinderten- und Seniorenarbeit rundeten seine Berichterstattung ab.

Uneigennützig tätig


Bürgermeister Michael Göth betonte die Bedeutung ehrenamtlicher Dienste, ohne die Vieles heutzutage nicht möglich wäre. Auch würdigte er die Bereitschaft der Helfer, neben dem Beruf uneigennützigen Anforderungen und gemeinnützigen Aufgaben gegenüberzutreten. Abschließend wurden langjährige Mitglieder für ihren Dienst am Nächsten geehrt.
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