Japan-Missionar Michael Stock spricht bei der Landeskirchlichen Gemeinschaft
"Leben ist wertvoll geworden"

Mache ich alles richtig? Befolge ich alle Regeln? Gehöre ich noch dazu? Funktioniere ich noch im System? Das sind Fragen, die sich Japaner häufig stellen. Darüber informierte Michael Stock bei der Landeskirchlichen Gemeinschaft, als er dort Einblick in sein Leben als Missionar in Japan gab.

Mit seiner Familie sei er im Auftrag der Marburger Mission seit acht Jahren in Japan und leitet dort mit seiner Frau ein Freizeitheim. Sieben Autostunden von Kobe entfernt liegt es im Landesinneren auf einem Berg in einem großen Waldgebiet - ein Urlaubsparadies.

Die Arbeit im Camp sei der Kontrast zur klassischen Missionstätigkeit. Sie soll Menschen durch das Leben in und mit der Natur Abstand vom Alltag bieten. Den Gästen solle ein Platz geschaffen werden, an dem sie anderen Menschen und Gott begegnen könnten, ein Platz, an dem sie zuhören, entspannen, loslassen könnten und sich in Gottes Armen geborgen wissen dürften. Deshalb freuten sich die Mitarbeiter am meisten, wenn Gäste nach dem Aufenthalt ihren Wert als Individuum erkennen und sagen: "Mein Leben ist wertvoll geworden." Überwiegend Kinder und Jugendliche aus dem Großraum Tokio nähmen das Angebot an, aber auch Pastoren, die sich dort einige Tage Auszeit nähmen und in die Stille zurückzögen. Stock zeigte Bilder aus der Region, in der vor fünf Jahren der Tsunami wütete. Der Wiederaufbau sei an manchen Stellen sichtbar, aber werde noch Jahre in Anspruch nehmen.
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