Junge fühlen sich angesprochen

Sie feiern das 20-jährige Bestehen ihrer Maxhütte Technologie: (Von links) Ausbilder Werner Lösch, Azubi Joachim Dehling, Ausbilder Helmut Kaufmann, Abteilungsleiterin Elektrotechnik Irmgard Süß, Verwaltungsleiterin Beate Kraus, Objektleiter Bernhard Dobler und Geschäftsführer Wolfgang Eichenseer. Bild: hka

Nacht der Ausbildung und Typisierungsaktion - zwei sehr unterschiedliche Aktionen eigentlich. Und doch gab es eine Gemeinsamkeit am Wochenende auf der Hochofen-Plaza: Es waren junge Leute, die sich über Ausbildungschancen informierten, und es war der Nachwuchs, der sich als potenzieller Lebensretter typisieren ließ.

Viel Betrieb auf der Plaza. Im Schatten des Hochofens informierten rund zwanzig Firmen, überwiegend aus dem Landkreis, über Aus- und Weiterbildung in ihren Betrieben und Sparten. Die Selbsthilfegruppe Krebskranker Kinder rief für die am MDS-Syndrom erkrankte Renate Meier zu einer Typisierungsaktion auf, und nicht zuletzt gab es ein Firmenjubiläum: Die Maxhütte Technologie (MHT) gibt es seit 20 Jahren. Die MHT hatte die Idee und organisierte die drei Veranstaltungen. Die Firmen waren angetan von einer "Nacht der Ausbildung", bauten ihre Stände auf, informierten über Ausbildung, Studium oder Praktikum und warben gleichzeitig um Nachwuchskräfte für die eigenen Firmen.

Von Freitagnachmittag bis in den Abend, als im Festzelt der DJ von Radio Galaxy schon heiße Musik auflegte, gab es Kontaktgespräche und auch Demonstrationen, wurde die erstmalige umfassende Information gut angenommen.

Mit Resonanz zufrieden

Mit der Resonanz schon am Freitag waren auch Gerda Schommer, die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Krebskranker Kinder, und ihre Stellvertreterin Theresia Schulz zufrieden. Rund dreißig Frauen und Männern hatte ihr Kollege Marco Kind das Stäbchen in die Hand gegeben, das mit etwas Speichel benetzt wird. Ob dabei ein genetischer Zwilling für die an Blutkrebs erkrankte Renate Meier entdeckt wird, kann erst in einigen Wochen gesagt werden. Schommer und ihr Team sind jedenfalls all denen dankbar, die sich am Freitag und Sonntag als potenzielle Lebensretter haben typisieren lassen und sie freuen sich vor allem über die Bereitschaft vieler junger Leute. Unterstützt wurde die Typisierungsaktion von der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei), notwendige finanzielle Hilfe leistete unter anderem die MHT.

20-jähriges Bestehen

Diese feierte am Sonntag ihr 20-jähriges Bestehen. Geschäftsführer Wolfgang Eichenseer und Objektmanager Bernhard Dobler luden ab neun Uhr zum Frühschoppen mit Weißwurst und Weißbier ein, ab 11 bis circa 17 Uhr führten sie zu den Produktionsstätten im Werk. Zahlreiche Besucher, insbesondere auch ehemalige Maxhütterer, nahmen das Angebot gern an, die alten Arbeitsplätze wieder zu sehen und zu erfahren, wie heute dort gearbeitet wird.

Für das kulinarische Angebot sorgten an beiden Tagen der Partyservice Lotter und das Ristorante Imperatore, für durstige Kehlen gab es alkoholische und andere Getränke sowie Kaffee und Kuchen.
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