Kaplan Franz Becher erhält eigene Pfarrstelle
Annaberg stets im Herzen

Ein großer Augenblick für Kaplan Franz Becher (rechts): Auf dem Annaberg begegnete er und Dekan Walter Hellauer (links) Kardinal Gerhard Ludwig Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, der ihn zum Priester geweiht hat. Bilder: Gebhardt (2)
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
10.06.2016
668
0
 
Kaplan Franz Becher blickt voraus auf eine große Aufgabe.

"Sie, Herr Becher, wir hätten da was für Sie!". Der Anruf aus dem Regensburger Ordinariat kam doch etwas überraschend, jetzt wird sich das Leben des Sulzbacher Kaplans gründlich ändern: Ab 1. September ist Franz Becher Pfarrer in der Pfarreien-Gemeinschaft Siegenburg, Train und Niederumelsdorf (Hallertau). Nie vergessen aus seiner Sulzbacher Zeit wird er eines: den Annaberg.

Dass es so schnell gehen würde, hatte Franz Becher nicht gedacht. Im Gespräch mit der SRZ schlägt er die wichtigsten Stationen in seinem Leben auf, das ihn nun an die erste eigene Pfarrstelle bringt.

Geboren 1975 in Neunburg vorm Wald, erlernte Becher zuerst den Beruf des Bürokaufmanns und arbeitete auch schon einige Zeit, bevor er sich dem Priesterberuf zuwandte. Im Spätberufenen-Seminar Fockenfeld holte er das Abitur nach, bat 2006 um Aufnahme ins Priesterseminar und studierte zeitgleich in Regensburg Theologie.

Ein Jahr verbrachte der Student in Rom, dann kehrte er zurück ins Seminar am Bismarckplatz in Regensburg. 2011 empfing er die Diakonenweihe in Pfeffenhausen, arbeitete ein Jahr in Amberg-St. Georg und wurde schließlich am 30. Juni 2012 von Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte Becher in Penting.

Gerne im Dienst


Vor vier Jahren kam er als Kaplan nach Sulzbach-Rosenberg, wo er sich gut eingelebt hat. "Hier wird es nie langweilig, ich habe viele interessante Aufgaben." Mit den Mallersdorfder Schwestern arbeitet er gut zusammen, besonders am Herzen liegt ihm der Religionsunterricht in Realschule und Gymnasium, die Arbeit mit den Ministranten sowie der Dienst in den fünf Altenheimen und im Krankenhaus St. Anna.

Apropos: Der Annaberg ist ihm so sehr ans Herz gewachsen, "weil man hier merkt, dass die Kirche lebt, dass Danken und Bitten zusammengehören, dass die Ökumene auf einem guten Weg ist. Das Bergfest gibt einem so viel zurück, es tut gut und ist die schönste Zeit im Jahr!" Besonders freut ihn, dass heuer im päpstlichen Jahr der Barmherzigkeit eine heilige Pforte geöffnet wird und er dabei sein darf. "Zum Annaberg würde ich immer wieder gerne zurückkehren, wenn ich eingeladen werde", meint der Priester schmunzelnd. Da wird sich doch was machen lassen...

Stark beeindruckt hat ihn wieder die Fronleichnamsprozession: "Mit wie viel Liebe die Altäre geschmückt sind und wie die Gläubigen dabei sind, das ist schon einmalig!" Nun wird er sich erst einmal im August um seinen Umzug kümmern ins Pfarrhaus nach Siegenburg. Dort beerbt er einen alten Bekannten: Pfarrer Martin Nissel (2,06 Meter) war auch schon Kaplan in St. Marien, er wechselt zum 1. 9. in die Stadt Straubing. Bechers Nachfolger wird wohl auf dem Annabergfest bekannt gegeben.

Viele Filialkirchen


Die niederbayerischen Pfarreien St. Nikolaus Siegenburg, St. Michael Train und St. Ulrich Niederumelsdorf bilden im Bistum Regensburg eine Pfarreiengemeinschaft, die vom Pfarramt Siegenburg verwaltet wird. Franz Becher hat dort gut zu tun mit rund 4000 Gemeindemitgliedern in den drei Pfarreien mit vielen Filialkirchen. Doch er wird seine vier Jahre in der Herzogstadt nie vergessen, soviel steht fest. Und vielleicht sieht man ihn beim Annabergfest wieder. Seine Postanschrift ist ja bekannt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.