Kirwapaare im Temperaturstress
Hitzeschlacht in Broinbrunn

Hoppala, ist etwa der Baum zu leicht, weil einer der Kirwaboum noch sein Gewicht mit in die Waagschale wirft? Nein, die Kletterpartie war wohl eher der Aufgabe des "Einjustierens" geschuldet. Beim Aufstellen am Samstag floss der Schweiß in Breitenbrunn in Strömen. Bild: rlö
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
28.08.2016
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Das Kirwa-Dreigestirn der Herzogstadt steht im Zenit - am Wochenende feierten die Breitenbrunner ihre Kirchweih, die angesichts der Temperaturen teils zur äquatorialen Hitzeschlacht mutierte: Bei 35 Grad den Baum hochhieven, bei gut 30 Grad am Sonntag das Oberkirwapaar im flotten Tanz ermitteln, das forderte literweise Schweiß.

Nach einer deftigen Schlachtschüssel am Freitagabend waren die neun Kirwapaare hinreichend gekräftigt, sich den anstehenden Aufgaben zuzuwenden. Das bedeutete für die Boum zunächst einmal das Einholen des Baums aus einem Wald des Kirwa-Häuptlings Sebastian Sörgel. Das stämmige Exemplar mit "elegant gekurvtem" Mittelstück und nicht ganz 30 Metern Höhe wuchteten die Kirwaburschen und etliche Helfer am Samstagmittag auf der Festwiese ins Standloch, derweil die Moila sich dem Binden und Schmücken der Kränze annahmen.

Wecker verschwunden


Dass unter den Schaulustigen beim Baumaufstellen auch eine kleine Abordnung Rosenberger Kirwaboum zu sehen war, hatte seinen tieferen Sinn: Man wartete auf ein Auslöse-Angebot. Auf wundersame Weise hatten nämlich der Breitenbrunner Kirwawecker und sein Reserve-Exemplar den Weg aus dem Kirwa-Stodl zu den Rosenbergern gefunden.

Beim sonntäglichen Baumaustanzen tickte der Wecker zwar wieder am Baum munter dem Höhepunkt des Festes entgegen, aber bis zur Stunde scheint offen zu sein, ob die Breitenbrunner ihre "Ehrenschuld" gegenüber den Rosenbergern begleichen wollen.

Am Sonntagvormittag innezuhalten und gemeinsam Gottesdienst zu feiern, auch das hat Tradition in Breitenbrunn. Das Gotteslob im Wirtsgarten gestalteten Pfarrer Uwe Markert und der CVJM-Posaunenchor.

Weniger feierlich, aber umso zünftiger lief dann nachmittags der Einzug der Kirwapaare mit den Kirchenreinbacher Spitzboum. Die Burschen hatten ihre Moila zuvor bei den Familien Eder und Karg "ausgelöst". Mit Bätz und Kirwabier, mit Musi und fröhlichem Gurzen ging's ohne weitere Verzögerung aufs Podium, wo nach strapaziösen 18 Minuten Tanzrunden das Oberkirwapaar 2016 feststand: Alexandra Scherer und Roland Maurukas teilen sich wie schon im Vorjahr erneut diese Ehre.

Zum zweiten Mal


Kirwaleit' und Gäste aus nah und fern genossen noch etliche Stunden die Kirwa zu den Klängen von "Nasowos", bestens versorgt mit Speis und Trank von den Wirtsleuten und dem emsigen Personal des Gasthauses "Zu den sieben Quellen".

Es wird sicher auch heute noch einmal hoch hergehen im Breitenbrunner Tal, wo seit jeher die Noukirwa als "da grouße Kirwadooch" gilt. Also nochmal rein ins Vergnügen mit den "Südwind Buam" und den Kirwapaaren.
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