Kneipp-Raum im Kindergarten Herz Jesu ist fertig
Wasser-Genuss mit Lichtspielen

Im nagelneuen Kneippraum fühlt sich die Rosenberger Kindergarten-Belegschaft auf Anhieb pudelwohl. Bild: bni

Richtig schön ist er geworden. Hellblau und weiß sind vorherrschende Farben im vollkommen neuen Kneippraum mit der großen Fensterfront, die in die Halle hinausführt. Am Samstag, 22. Oktober, ist Einweihung im Kindergarten Herz Jesu in Rosenberg.

Waschbecken für Armbäder in verschiedenen Höhen, Wannen für Fußbäder, an denen mehrere Personen entspannt Platz nehmen können, und ein Tretbecken, in dem die Kinder beim Kneippen waten können, sind eingebaut. Eine Akustikdecke sorgt dafür, dass es im Raum nicht so hallt. Indirekte, dimmbare LED-Beleuchtung mit Farbwechselfunktion erzeugt eine entspannte Atmosphäre. Und alles wartet darauf, endlich benutzt zu werden. Jetzt ist der neue Kneippraum fertig geworden, am Samstag, 22. Oktober, wird er eingeweiht - und die Bevölkerung ist dazu eingeladen.

Großes Programm


Um 10 Uhr startet in der Einrichtung das große Kneippfest, das Pfarrer Saju Thomas mit Andacht und Segen feierlich eröffnen wird. Die Kinder werden die Feier mitgestalten. Anschließend können auch Gäste und Besucher den Raum besichtigen, denn benutzt wird er an diesem für den Kindergarten so besonderen Tag noch nicht.

Dann gibt's Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Für den Nachmittag hat sich das Personal des Kindergartens ein buntes Programm ausgedacht. Die Kinder können in Workshops viel Wissenswertes rund um das Gesundheitskonzept Pfarrer Sebastian Kneipps lernen - mit viel Spaß und Bewegung.

Lange gewartet


Lange haben die Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Kinder und Eltern auf diesen großen Tag warten müssen. Denn nachdem die Idee geboren war, einen Kneippraum einzurichten, der richtige Platz gefunden und das Konzept erarbeitet war, musste zunächst Geld für das Projekt gespart werden. Rund 80 000 Euro habe der Bau den Träger des Kindergartens, die Pfarrei Herz Jesu, gekostet, berichtete die Leiterin Gabi Wachter im Pressegespräch.

Gemeinsam aufgebracht


Das Geld sei schließlich durch großzügige Spenden von Privatleuten und Firmen gleichermaßen und durch Aktionen des Elternbeirats über mehrere Kindergartenjahre hinweg zusammen gekommen. Der Brand im Kettelerhaus, der einen großen Teil des Gebäudes beschädigt hatte, verzögerte den Baubeginn nochmals.

Los ging es schließlich am 29. März 2016. Laut und staubig sei es vor allem in der Anfangsphase des Baus gewesen, erinnert sich Wachter. Doch die Kinder hätten das super mitgemacht, die Eltern sich immer verständnisvoll gezeigt. Leider habe sich der Wunsch aller, die Bauarbeiten könnten noch im alten Kindergartenjahr abgeschlossen werden, nicht erfüllt.

Vor allem die Kanalarbeiten hätten sich aufwendiger gestaltet als zunächst gedacht. Denn die Sanitäranlagen hätten sich nicht wie geplant im Keller des Gebäudes anschließen lassen. "Bis auf die Kettelerwiese hatte die ausführende Firma hinausgraben müssen, um den Raum an die städtische Kanalisation anschließen zu können."

Und so habe sich die Fertigstellung automatisch immer weiter nach hinten verschoben. Ein großes Lob richtet Wachter deshalb auch an das Gespann, das verantwortlich dafür zeichnet, dass die Bauarbeiten trotzdem stetig weitergingen: Pfarrer Saju Thomas und Kirchenpflegerin Brigitte Heller.

Schade sei die spätere Fertigstellung des Raums vor allem für diejenigen, die im vergangenen Jahr Vorschulkinder waren und jetzt schon in die erste Klasse gehen, bedauerte Wachter. Deswegen habe das Personal beschlossen, die letztjährigen Vorschulkinder nochmals einzuladen und zusammen mit ihnen einen ausgedehnten Kneipp-Nachmittag zu veranstalten. Dieser wird am Freitag, 28. Oktober, stattfinden.

Kein Gepritschel


Große Freude über den fertigen Raum herrscht vor allem unter den Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen. Vorbei sei nun die Zeit der mühsamen Vorbereitungen für Wasseranwendungen. Es müssten keine Wannen mehr durch die Flure geschleppt werden, kein "Gepritschel" herrsche mehr in den Gruppenräumen. Alles sei nun im Kneippraum schon an Ort und Stelle, Anwendungen könnten viel stressfreier, spontaner und sauberer vonstatten gehen.

Wachter betont aber: "Alle fünf Säulen des Gesundheitskonzepts von Kneipp sind gleich wichtig. Aber Wasser war bisher immer die aufwendigste Säule - und der Raum erleichtert dem Team die Arbeit unwahrscheinlich."

KleinigkeitenBeteiligt an den Bauarbeiten waren die Unternehmen Margraf (Maurerarbeiten), Luber (Heizung/Sanitär), Häusl (Türen/Fenster), Bösl (Decke), Kies (Fliesen), Stubenvoll (Malerarbeiten), Kalkbrenner (Metallarbeiten), Welz (Glas). Nur zwei Kleinigkeiten müssen noch angebracht werden: Haken im Garderobenbereich und eine Acrylglasplatte an der Außenwand, damit in der Halle spielende Kinder mit ihren Rollern, Bobbycars und anderen Gefährten die frisch gestrichene und verputzte Wand nicht gleich wieder ramponieren. Dann kann die Feier am Samstag beginnen.


Der Raum erleichtert dem Team die Arbeit unwahrscheinlich.Kindergartenleiterin Gabi Wachter
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