Kolpingfamilie St. Marien hat treue Mitglieder
Michael Hofmeister und Fritz Scherling seit 70 Jahren dabei

Die Ehrung langjähriger Mitglieder war ein Höhepunkt der Jahreshauptversammlung der Kolpingfamilie St. Marien (von links): 2. Vorsitzende Inge Lindenthaler, Präses Walter Hellauer, Fritz Scherling, Hans Falk, Michael Hofmeister, Vorsitzender Hans Schötz und Josef Paulus. Bild: lz

"Unsere katholische Lehre gilt keiner Nation, sondern gilt den Menschen, denen wir nur helfen können": Diese Gedanken von Adolph Kolping stellte Vorsitzender Hans Schötz ans Ende der Jahreshauptversammlung der Kolpingfamilie St. Marien. Ihren besonderen Höhepunkt bildeten zwei seltene Ehrungen.

Mitgliedsbeiträge und Erlöse aus der Altpapiersammelstelle bilden die Haupteinnahmequellen für den kirchlichen Verein. Ein guter Teil davon fließt als Spenden für wohltätige Zwecke weiter, wie die Berichte in der Jahresversammlung zeigten.

Vorsitzender Hans Schötz nahm die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Michael Hofmeister und Fritz Scherling halten dem Verein seit sieben (!) Jahrzehnten die Treue; Josef Paulus kam vor 40 Jahren zur Kolpingfamilie St. Marien und Hans Falk vor 25. Die Jubilare erhielten jeweils einen Brotzeitkorb und Urkunden überreicht.

In seinem Rückblick ließ Schötz die Veranstaltungsangebote des kirchlichen Vereins Revue passieren. Einen besonderen Schwerpunkt hatten religiöse Angebote wie die "ewige Anbetung", die Josefifeier, die Misereor-Brotaktion, die Ölbergwache, die Emmauswanderung, die Fußwallfahrt nach Gößweinstein, die Bezirkswallfahrt der Kolpingfamilien, die Ausstellung zum Hedwigs-Jubiläum oder der Kolpinggedenktag.

2500 Würste gebrutzelt


Sehr aktiv war Kolping beim dritten Winter-Anna-Fest. Für den Grillstand stellte man Markus Stauber, Wolfgang Sporer, Peter Wismeth, Markus Schötz und Florian Schleicher ab. Mehr als 2500 Bratwürste gingen weg. "Aus dem Erlös konnten der Pfarrei St. Marien 870 Euro übergeben werden", freute sich der Vorsitzende.

Die Altpapiersammelstelle und der Container für Altkleider wurden sehr gut angenommen. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz.

An erster Stelle steht der Mensch mit seiner Würde und die Hilfe für den Menschen, gleichgültig, welche Hautfarbe, Religion oder sexuelle Orientierung er hat.Dekan Walter Hellauer

Irmgard Reisima-Renner zeigte im Kassenbericht die Mitgliedsbeiträge und die Verwertung des Altpapiers als Haupteinnahmequellen auf. Größte Posten auf der Ausgabenseite seien Spenden - zum Beispiel zur Reparatur der Altarleuchten oder für die Flüchtlingshilfe im Landkreis - sowie die Abgaben an die Verbandsleitung gewesen.

"Nächstenliebe braucht keine Nation", erinnerte auch Präses Walter Hellauer an das Wort Kolpings und verband diesen Auftrag mit dem Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus ausgerufen hat. Die Flüchtlinge, gerade die minderjährigen und unbegleiteten jungen Leute, stellten auch Kolping vor eine große Aufgabe, mahnte der Geistliche.

"Du schaffst das"


Adolph Kolping habe mit seiner positiven Zuversicht "Du schaffst das" Zeichen gesetzt: "An erster Stelle steht der Mensch mit seiner Würde und die Hilfe für den Menschen, gleichgültig, welche Hautfarbe, Religion oder sexuelle Orientierung er hat." Jeder Mensch brauche einen Platz, an dem er menschenwürdig leben könne, schloss der Dekan.

Ein gemeinsames Lied und das traditionelle Schinkenessen beendeten die Versammlung.
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