Konfirmation in Rosenberg und Poppenricht
Freiheit des Menschen respektiert

Die 19 Konfirmanden mit Pfarrer Uwe Markert (hinten rechts) und Diakonin Sabrina Schmidt (links) in St. Johannis. Bild: Foto-Jäger
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
16.03.2016
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Sulzbach-Rosenberg/Poppenricht. Unter den festlichen Klängen des Posaunenchors zogen 19 Jugendliche aus Rosenberg und Poppenricht mit Pfarrer Uwe Markert, Diakonin Sabrina Schmidt und den Kirchenvorständen von Rosenberg und Poppenricht in die geschmückte Johanniskirche ein, um ihr Taufversprechen zu erneuern und in die Gemeinschaft der mündigen Christen aufgenommen zu werden.

Geleitet und geschützt


"14-Jährige sind cool, kratzbürstig und sehr liebebedürftig", stellte Diakonin Sabrina Schmidt fest. Die Pubertät sei eine Zeit des Suchens. Jetzt, bei der Konfirmation, werde den Eltern sehr bewusst, dass Gott die Jungen und Mädchen durch die Jahre hindurch geleitet und beschützt hat. Pfarrer Markert hatte mit Schmidt zusammen eine Gesprächspredigt vorbereitet. Der Geistliche und die Diakonin erinnerten daran, dass die ersten Christen gemobbt wurden, weil sie einen Gekreuzigten verehrten. Jesus am Kreuz entsprach nicht den Vorstellungen der damaligen Zeit von einem allmächtigen Gott. Jesus stieg nicht herab, ohnmächtig hielt er seine Schmerzen aus und betete sogar für seine Verfolger.

Das Kreuz sei ein Mahnmal, dass Gott die Freiheit des Menschen respektiert. Es zeige auch ein anderes Bild von Menschen, als es in den Medien präsentiert werde, nicht jung, stark und dynamisch, sondern am Kreuz ist ein gebrochener, leidender Mensch. "In einer Gesellschaft, in der man vor allem stark und dynamisch sein muss, erinnert uns das Kreuz daran, dass wir auch mal schwach sein können", sagte Markert, und Schmidt ergänzte: "Wenn es Euch mal schlecht geht, denkt daran: Jesus kennt unsere Zerbrechlichkeit, Leiden und Tod. Gott nimmt euch an, so wie ihr seid, auch wenn ihr mal zerbrechlich seid."

Urkunde und Kreuz


Nach der Tauferinnerung und dem Glaubensbekenntnis stellte Pfarrer Markert den Jugendlichen die Konfirmationsfrage. Dann traten die Konfirmanden zum Altar, knieten nieder und wurden eingesegnet. Natalie Weber, Marina Windisch und Marleen Aures überreichten jedem seine Konfirmationsurkunde und ein Kreuz.

Günter Eger, der Vertrauensmann des Rosenberger Kirchenvorstands, gratulierte den Jugendlichen und lud sie ein, sich weiterhin in der Gemeinde zu engagieren. Das Abendmahl feierten die Konfirmanden mit der Festgemeinde zum ersten Mal als vollberechtigte Gemeindeglieder. Schließlich wandte sich Markert an die Paten, deren Patenschaft mit der Konfirmation endet. Sie seien mit Jugendlichen und Eltern in besonderer Weise verbunden und als Vertrauensperson weiter von Bedeutung. Doris Weidner an der Orgel und der Posaunenchor des CVJM unter der Leitung von Kurt Lehnerer gaben dem Gottesdienst den musikalischen Rahmen.
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