Konzept der „Bewegten Schule“ greift im Herzog-Christian-August-Gymnasium (HCA)
Um viertel zwölf geht’s rund

Immer noch ein Hit ist das Sprungseil, es findet auf der Wiese stets viel Zuspruch. Bilder: Gebhardt (2)

Wer sich dieses Projekt anschaut, der wünscht sich wehmütig in die eigene Schulzeit zurück: Eine Viertelstunde Sport auf der grünen Wiese oder unterm Basketballkorb, so richtig austoben vor den letzten beiden Unterrichtsstunden: Die "bewegte Pause" am HCA-Gymnasium kommt bestens an.

Vom Konzept der "Bewegten Schule" inspiriert, das Anfang der 80er Jahre aufkam, machten sich zwei Sportlehrer am Herzog-Christian-August-Gymnasium (HCA) Gedanken, wie sie mehr Bewegung als köperlichen Ausgleich zu den Unterrichtsstunden ins Programm bringen könnten. "Keine Stunde, die du mit Spiel und Sport verbringst, ist eine verlorene Stunde!", wird Winston Churchill zugeschrieben - die Initiatoren, die Studienräte und Sportlehrer Ralph Huber und Jim-Christopher Haug sehen das genauso.

Bewegungsdrang ausleben


Deshalb zählt seit den Pfingstferien die "Bewegte Pause" zum Repertoire der Schule. Wer fast den ganzen Vormittag sitzend verbringt, dessen Bewegungsdrang sei sehr groß, vor allem bei den Jüngeren. Ein Probelauf mit der Unterstufe ergab großes Interesse: Fußball, Basketball und Frisbee, aber auch Seilspringen und Badminton standen hoch im Kurs. Nun können Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe dem Sportplatz, jeweils in der zweiten Pause zwischen 11.15 und 11.30 Uhr, die Zeit zum Spielen und Bewegen nutzen. Es steht eine große Auswahl an Geräten und Bällen zur Verfügung, eigens für diesen Zweck angeschafft und vom Elternbeirat gesponsert.

Wer etwas ausleiht, muss ein Pfand bei den Oberstufenschülern des Additums Sport (Schüler, die das Abitur in Sport ablegen wollen) abgeben - die nämlich haben die tägliche Organisation übernommen. Für die Aufsicht führenden Lehrer ist es ein angenehmer Anblick, den Schülern beim Spielen zuzuschauen. Die Rückmeldungen waren bisher sämtlich sehr positiv.

Voller Erfolg


Auch Vorschläge der Schüler nach neuen Geräten werden, soweit möglich, berücksichtigt. Schon jetzt sind Huber und Haug der festen Überzeugung, dass das Projekt bis jetzt ein voller Erfolg ist. Der tägliche Ansturm gibt ihnen recht.

Schnell kam die Frage auf: "Können wir das bitte auch in der ersten Pause machen?" Angedacht ist nun für nächstes Schuljahr, dass die erste Pause von den etwas Älteren (8. Klasse aufwärts) genutzt werden kann, damit nicht alle Schülergenerationen zeitgleich auf dem Platz laufen.

Oberstudiendirektor Dieter Meyer steht dem Projekt unterstützend zur Seite und freut sich, dass der Rasen jetzt mehr beansprucht wird: "Das tut der Fläche gut!" Zum Abschluss noch ein Appell an die Eltern: Wer Sportgeräte abzugeben hat, der kann Skate- und Wakeboards, Bälle, Reifen, Seile, Schläger und manch Anderes der "bewegten Pause" zur Verfügung stellen.
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