Kulinarische Erlebnisse in der Berufsschule
Beim Nachbarn tief geblickt

In einem klassen- und berufsübergreifenden Projekt stellten die Auszubildenden Ernährung und Versorgung sowie die Fachangestellten für Arbeitsmarktförderung zusammen mit den begleitenden Lehrkräften Annemarie Maier (links) und Harald Sieber (rechts) an der Europa-Wand im Beruflichen Schulzentrum das Nachbarland Frankreich in vielfältigen Facetten vor. Bild: bba

Einen kulturellen und kulinarischen Blick auf Frankreich warfen die Schüler des Fachbereichs Ernährung und Versorgung. Bei diesem klassen- und berufsübergreifenden Projekt saßen auch die künftigen Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen mit im Boot.

Sulzbach - Rosenberg. Die verantwortlichen Lehrkräfte Annemarie Maier und Harald Sieber freuten sich über die Kulissen und die Schmankerln aus dem Nachbarland. Die Europa-Wand hat seit sechs Jahren ihren Platz in der Aula des Beruflichen Schulzentrums gefunden, und Frankreich bot sich als Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft für diesen Projekttag geradezu an.

Sabine Fersch, die stellvertretende Schulleiterin, begrüßte die Ehrengäste sowie die Protagonisten und freute sich über die motivierten jungen Leute mit einer großartigen Idee. Die künftigen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit recherchierten eigenständig im Sozialkundeunterricht Wissenswertes rund um unser Nachbarland Frankreich.

Bei der Vorstellung der Sehenswürdigkeiten vom Louvre über den Arc de Triomphe, Sacre Coeur bis zum Eiffelturm erfuhr man auch neue Aspekte wie die sehr hohe Anzahl von Heiratsanträgen, die auf einer der Plattformen dieses Wahrzeichens gemacht würden. Das Schulsystem gliedere sich in den Kindergarten, die Grundschule, deren Besuch erst seit 35 Jahren Pflicht sei, das College bis zum Lycée - eine duale Ausbildung kenne man dort ausschließlich im handwerklichen Bereich.

Politisch sei Frankreich ein Zentralstaat mit dem Staatsoberhaupt (Francoise Hollande) als Hüter der Verfassung und dem Premierminister Manuel Valls als Verantwortlichen beispielsweise für die Landesverteidigung. Kulturell gebe es besondere Verhaltensregeln, so seien Anrufe und Besuche zwischen 12 und 14.30 Uhr und ab 19 Uhr zu unterlassen. Die Fete de la musique am 21. Juni und die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag (13. und 14. Juli) wurden von den jungen Leuten als Höhepunkte herausgehoben und ein Blick auf Persönlichkeiten wie Jeanne d'Arc, Louis de Funès oder Coco Chanel durften bei dieser Betrachtung nicht fehlen.

Neben der legendären Tour de France spielten im französischen Sport Fußball, Tennis und Cricket die Hauptrollen und geographisch habe das Land 18 Regionen, fünf davon in Übersee. Neun Nationalparks und 45 regionale Naturparks seien ebenfalls eine Besonderheit bei unserem Nachbarn.

Erlesene Küche


Die französische Küche wird als besonders erlesen angesehen und viele unserer alltäglichen Gerichte wie Omelett, Pasteten, Quiche, Souffles, Crèpes oder Croissants sind französischen Ursprungs, erläuterte FOL Annemarie Maier mit ihren Schützlingen.

Das gute Essen gehöre auch zur französischen Lebensart - dabei kämen vor allem auch Spezialitäten aus den Regionen wie Camembert (Normandie), Flammkuchen (Elsass), Zwiebelsuppe (Paris), Meeresfrüchte (Bretagne), Kräuter (Provence) oder Trüffel (Perigord) auf den Tisch. "Essen ist ein Vergnügen, ein Fest für Augen und Gaumen", so die Lebensart der Franzosen.

PraxisunterrichtMit Hingabe und viel Motivation zauberten die jungen Leute dann im Praxisunterricht für diesen Projekttag Fingerfood wie Canapés mit verschiedenen Zutaten, Croissants mit unterschiedlichen Füllungen, Mousse au chocolat oder andere Leckerbissen. Schon der Anblick der selbst zubereiteten kulinarischen Köstlichkeiten und der vielfältige Gaumenschmaus ließ bei allen Teilnehmern und Gästen buchstäblich - getreu dem französischen Motto - das Wasser im Mund zusammenlaufen. Auch ein schnell und ratzeputz geleertes Büfett unterstrich eine gelungene Veranstaltung am BSZ. (bba)
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