Lageristen lernen künftig in Sulzbach-Rosenberg
Zuwachs für das Berufsschulzentrum

Er bemühte sich zwar um Gleichmut, aber so ganz konnte er seine Freude dann doch nicht verhehlen: Sichtlich stolz präsentierte Landrat Richard Reisinger mit Berufsschuldirektor Bernhard Kleierl den Bescheid der Regierung. Die Sulzbach-Rosenberger Schule erhält nun einen neuen Ausbildungsberuf zugeteilt. Künftig lernen hier die Lageristen.

Die Arbeit im Hintergrund hat sich rentiert. Richard Reisinger konnte alle Beteiligten in Politik, Behörden und Ministerien im friedlichen Dialog davon überzeugen, dass es durchaus Sinn macht, den Standort Sulzbach-Rosenberg "berufsschulisch" aufzuwerten.

Die Regierung wies dem Staatlichen Berufsschulzentrum jetzt den neuen Fachsprengel Oberpfalz-Nord für die Ausbildungsberufe Fachkraft für Lagerlogistik (drei Jahre Ausbildung) und Fachlagerist (zwei Jahre) zu. Dieser umfasst die Landkreise Tirschenreuth, Neustadt/Waldnaab, Schwandorf, Cham und Amberg-Sulzbach sowie die kreisfreien Städte Amberg und Weiden.

Bisher war der Sprengel komplett in Regensburg untergebracht. Jetzt entschieden die Verantwortlichen, das Gebiet zu teilen und den Nord-Standort in der Herzogstadt anzusiedeln. Diese Fachkräfte, die künftig hier in die Blockbeschulung gehen, arbeiten in den Logistikzentren von Industrie und Handwerk, nehmen Waren an, lagern sie ein, kontrollieren die Bestände und organisieren den Versand samt Papieren und Kosten.

Schon ab dem kommenden Schuljahr im September betreten die ersten neuen Azubis die Neumarkter Straße 10. 2017 und 2018 kommt dann jeweils ein Jahrgang dazu, so dass in der zweizügigen Ausbildungsrichtung am Ende bis zu 120 neue Schüler sitzen werden. Die meisten werden übrigens die dreijährige Schiene zur Fachkraft nehmen, erklärte Bernhard Kleierl, der sich in Dingolfing an einer Fachschule umgesehen hatte, die ein modernes Übungslager betreibt.

Der Berufsschul-Zweckverband als Sachaufwandsträger wolle für eine bestens angepasste Ausstattung auch ein solches Übungslager neu einrichten, mit Unterstützung der ansässigen Logistikbetriebe. Auch personell erhält die Berufsschule weitere kompetente Lehrerkapazität. "Wir bieten auch die Unterbringung in einer Schülerunterkunft an", signalisiert der Schulleiter.

Die Schülerzahl (Berufsschule über 700, Berufsfachschulen rund 160) werde sich dann die nächsten Jahre auf dem Niveau von rund 900 stabilisieren, erwarten Schulleiter und Landrat. Und dann freuen sich beide noch einmal gemeinsam.
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