Landkreis will Bildungsarbeit verstärken
Koordinierungsstelle im Landkreis-Kulturzentrum eröffnet

Die Tafel weist ab sofort auf das Bildungsmanagement im Landkreis-Kulturcenter hin. Sie wird vorgestellt von (von links) Landrat Richard Reisinger, Bildungsmanagerin Julia Wolfsteiner, Claudia Lehnerer, Projektleiterin bei der Transferagentur, und VHS-Chef Manfred Lehner. Bild: hka

KoBiMa bedeutet Kommunale Koordinierungsstelle für Bildungsmanagement. Das klingt sehr nach Theorie, hat aber einen praktischen Hintergrund: die Bildungsarbeit vor Ort soll gebündelt werden. Für den Landkreis Amberg-Sulzbach wurde diese Stelle im Landkreis-Kulturzentrum eröffnet.

Einen "kreativen Zugewinn für unsere Region" erhofft sich Landrat Richard Reisinger, der mit etlichen "Geburtshelfern" die Kommunale Koordinierungsstelle für Bildungsmanagement (KoBiMa) auf den Weg gebracht hat. Mit der Hilfe des Bundesprogramms "Bildung integriert" und der Metropolregion Nürnberg als starken Partner an der Seite soll die Bildungslandschaft vor Ort optimiert und stärker vernetzt werden.

Der Landkreis, so Landrat Richard Reisinger, sei seit vielen Jahren mit Erfolg "Bildungsgestalter". Mit Julia Wolfsteiner, die als kommunale Bildungsmanagerin Ziele und Ideen umsetzen und Projekte und Richtungen festlegen wird, könne nun noch effizienter gearbeitet werden.

Zwei Arbeitsgruppen


"Wir fangen nicht bei Null an", erklärte Wolfsteiner, und verwies auch auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Amberg, mit der Technischen Hochschule OTH, mit IHK, Arbeitsagentur und verschiedenen Bildungsträgern. Diese Partner seien in zwei Arbeitsgruppen vertreten: in einer internen Steuerungsgruppe in der Landkreisverwaltung sowie einer externen Lenkungsgruppe.

Insbesondere aber ist es die Transferagentur Bayern für Kommunales Bildungsmanagement, die die Kommunen dabei unterstützt, die Bildungslandschaft vor Ort zu optimieren. Claudia Lehnerer, Projektleiterin der Transferagentur, nannte den Landkreis Amberg-Sulzbach einen "Impulsgeber für die Bildungsentwicklung in der Metropolregion" und begrüßte die Zusammenarbeit.

Manfred Lehner, Leiter der Landkreis-Volkshochschule, nannte konkrete Beispiele, "die uns momentan bewegen". Das seien zum einen die Deutschkurse für die steigende Zahl von Flüchtlingen. Nach einer anfänglichen "Goldgräberstimmung" bei zahlreichen "selbst ernannten Bildungsträgern" gelte es nun, die Angebote zu koordinieren und Flüchtlinge auch mittels Laufbahnberatung "arbeitsmarktfähig" zu machen. Diese Ziele seien in einer Nachhaltigkeitskonferenz immer wieder zu überprüfen und zu hinterfragen, "ob wir auf dem richtigen Kurs sind".

Landkreis als Vorbild


"Der Landkreis könnte zum Vorbild werden", begrüßte Reisinger bei seiner Unterschrift der Vereinbarung mit der Transferagentur Bayern diese angestrebten Ziele. Amberg-Sulzbach gehört zu acht Kommunen aus der Metropolregion, die bisher diese Vereinbarungen unterschrieben haben, in denen bildungspolitische Ziele formuliert sind und die entsprechenden Unterstützungsleistungen der Transferagentur vereinbart werden.

ZuwachsUm Zuzug zu fördern und Wegzug zu verhindern, braucht es Bildungsangebote vor Ort. Landrat Richard Reisinger freut sich über 500 Einwohner mehr im Landkreis im Zeitraum vom 1. Januar bis 1. Dezember 2015, und das, ohne dass Asylbewerber dazu gezählt worden sind. Es sind wohl steigende Geburtenzahlen, offensichtlich aber auch Zuzüge. "Vielleicht kommt es gar nicht so schlecht wie man immer prophezeit", hofft Reisinger. (hka)
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