Mitgliederwerbung gestaltet sich zunehmend schwierig
Bundeswehr liefert keine Reservisten mehr

Langjährige Mitgliedschaft und besondere Verdienste würdigte die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Sulzbach-Rosenberg. Von links Bürgermeister Michael Göth, Vorsitzender Franz Schneller, Martin Lotter, Hans Graf, Kreis- und Bezirksvorsitzender Horst Embacher, Günter Fleischmann, Reinhard Dütsch und Hans Aigner. Bild: hfz

Auf 140 Jahre schaut heuer die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Sulzbach-Rosenberg zurück. Früher ein großer Verein, ist sie auf einen Stamm geschmolzen. Aber die Pflege der Soldatengräber im alten Sulzbacher Friedhof lässt sie sich nicht nehmen, um zum Frieden zu mahnen.

Zum Einstieg in die Jahreshauptversammlung blätterte Vorsitzender Franz Schneller in der Chronik. Der im Gasthaus Zur Landkutsche gegründete Veteranen- und Kriegerverein wuchs in seiner Blütezeit auf bis zu 400 Mitglieder an. Die beiden Weltkriege dezimierten ihn, und es folgten die Jahre des Verbots. Hans Leinhäupl rief die Kameradschaft 1953 ins Leben zurück. Seit 2002 trägt sie ihren aktuellen Namen.

Ehrennadeln zu vergeben


Zur runden Zahl der 140 Jahre passten die Ehrungen von Jubilaren. So erhielt Fritz Scherling aus der Hand des Bezirksvorsitzenden Horst Embacher die Ehrennadel und Urkunde des Bayerischen Soldatenbunds (BSB) für 60-jährige Mitgliedschaft. 35 Jahre sind Martin Lotter und Franz Schneller dabei, 30 Jahre Hans Graf, Günter Fleischmann und Hans Mutzbauer. Dem bei Ausflügen, Sammlungen und Veranstaltungen engagierten Reinhold Dütsch verlieh der BSB das Verdienstabzeichen II. Klasse. Dank galt Hans Aigner für die lange Aufbewahrung der Fahne.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Michael Göth für die Pflege des Soldatenfriedhofs, die Mitgestaltung des Volkstrauertags sowie die Kriegsgräbersammlung. Auch Horst Embacher kann sich auf eine aktive Kameradschaft im Kreisverband verlassen. Die Veranstaltungen und Traditionen erinnerten die Bevölkerung an schwere Zeiten.

Finanzen zufriedenstellend


Mit dem Protokoll setzte 2. Vorsitzender Helmut Pilhofer die Versammlung fort. Der Bericht des verhinderten Kassiers Alfred Promm wies eine zufriedenstellende Finanzlage nach.

Bronze für Sammlerin


Die Ereignisse im Jahr 2015 fasste Schriftführer Franz Schneller zusammen. Er erwähnte unter anderem den Ausflug zum BMW-Werk Dingolfing und den ersten Platz der SRK beim Kreispokalschießen. Bei der Kriegsgräbersammlung an Allerheiligen beteiligte sich Waltraud Dütsch zum dritten Mal. Sie erhielt dafür das Bronzeabzeichen des Volksbunds.

Die Werbung neuer Mitglieder gehört zu den dringenden Aufgaben für die Zukunft des Vereins. Allerdings kämen durch die Umstrukturierung der Bundeswehr keine neuen Reservisten mehr nach.
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