Mütter- undd Väterrente sowie Rente mit 63 bisher ohne negative Auswirkungen
Rentenkasse noch gut gefüllt

Die Rentenversicherung steht auf soliden Beinen, versicherte Anton Mühlhölzl (Zweiter von links) den Ortskartell- und Kreisvorstandsmitgliedern des DGB. Von links Dieter Schlosser, Versichertenberater Peter Arnikan, Christa Mertel, Helmut Fiedler (DGB-Bezirk Bayern), Peter Hofmann (DGB-Organisationssekretär), Adolf Schatz und Kurt Kopf. Bild: oy
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Sulzbach-Rosenberg
07.06.2016
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Erst wenn sie ein gewisses Alter erreichen, kommt bei vielen Leuten das Thema Rente auf die Tagesordnung. Dass es nie zu früh ist, sich mit der Zeit nach dem Berufsleben zu beschäftigen, machte ein Pressegespräch des DGB deutlich. Denn: Nachjustieren wird in späteren Jahren schwierig.

"Wenn man jung ist, fragt man sich oft noch nicht, wie hoch die Rente sein wird", erlebt Anton Mühlhölzl immer wieder. Bei der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd ist er für die Betreuung der Versichertenberater zuständig. Er stellte beim DGB-Ortskartell und -Kreisverband in der Gaststätte Zu den sieben Quellen Änderungen im Rentenrecht 2016 vor.

Die Gewerkschaften nähmen bei ihren Pressegesprächen in Breitenbrunn die Gelegenheit wahr, über Themen in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt zu informieren, erläuterte der Kreisvorsitzende Wolfgang Berndt. Der frühere DGB-Regionsvorsitzende Oberpfalz-Nord, Helmut Fiedler, nahm als "Gründungsvater" der Pressegespräche ebenfalls daran teil.

Der Komplex Rente sei zwar derzeit in aller Munde, doch wie es konkret aussehe und wie sich die Rente berechne, darüber herrsche oft Unklarheit. Dieses Pressegespräch solle dem entgegenwirken.

Stattliches Polster


Bis dato hätten sich die Mütter- und Väterrente oder die Rente ab 63 nicht negativ auf die finanzielle Situation der Versicherung insgesamt ausgewirkt, teilte der Vertreter der DRV mit. Mit einer Rücklage von rund 33,9 Milliarden Euro besitze sie ein stattliches Polster. "Die Auszahlung der Renten ist nicht gefährdet", unterstrich Mühlhölzl.

Die laufenden Rentenzahlungen finanzieren sich nach seinen Angaben aus etwa 206,5 Milliarden Beiträgen sowie 62 Milliarden Euro durch Bundeszuschüsse. Zum 1. Juli 2016 stehe den Leistungsempfängern die größte Erhöhung seit rund 20 Jahren bevor. So stiegen die Westrenten um 4,25 Prozent und die Ostrenten um 5,95 Prozent. Damit wachse auch die Rendite für den Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung: "Im Niedrigzinsumfeld durchaus bemerkenswert", fügte Mühlhölzl hinzu.

Regelaltersgrenze steigt


Weniger erfreuliche Nachrichten verkündete er zur Rente mit 67. Die Regelaltersgrenze steige um einen weiteren Monat. Langjährig Versicherte des Jahrgangs 1953 müssten bei einem Rentenbeginn mit 63 Jahren einen Abschlag von 9,3 Prozent in Kauf nehmen. Bezieher einer Schwerbehinderten-, einer Erwerbsminderungsrente oder einer Rente wegen Todes kämen erst später in den Genuss von Leistungen, oder es würden ihnen höhere Abschläge angerechnet. "Hier sollte geprüft werden, ob eine Vertrauensschutzregelung vorliegt", riet Anton Mühlhölzl.

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte könne erstmals nicht mehr mit 63, sondern erst zwei Monate später in Anspruch genommen. Trotz dieser teilweisen Verschlechterungen biete die gesetzliche Rentenversicherung im Vergleich zu den Privatversicherungen immer noch die beste Gewähr, für das Alter vorzusorgen. "Welche andere Rentenversicherung kann von sich behaupten, dass sie zwei Weltkriege überlebt hat?", fragte der Referent.

Welche andere Rentenversicherung kann von sich behaupten, dass sie zwei Weltkriege überlebt hat?Anton Mühlhölzl


Rat in Fragen zur RenteSeit Oktober 2015 treten nach der Organisationsreform alle Träger unter dem gemeinsamen Dach Deutsche Rentenversicherung auf. Darunter ist auch der Regionalträger Bayern Süd. Seine Verwaltungssitze befinden sich in Landshut und in München, informierte Anton Mühlhölzl. In verschiedenen Orten gibt es Geschäftsstellen der DRV eingerichtet, bei denen sich jeder Versicherte beraten lassen kann.

Fragen zur Rente beantworten im Bereich Bayern Süd 87 Versichertenberater, davon 19 in der Oberpfalz. Im Jahr 2015 standen mehr als 17 000 Vorgänge zu Buche. Rund 4500 Rentenanträge wurden bearbeitet und an die 13 000 Beratungen für Versicherte durchgeführt, teilte der DGB-Regionssekretär und Vorstandsmitglied der DRV Bayern Süd, Peter Hofmann, mit.

Im Landkreis Amberg-Sulzbach ist Wolfgang Berndt als Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd tätig. Unter 09661/52 980 oder 0151/16 64 85 86 sind Terminabsprache mit ihm möglich. Kontakt kann auch per E-Mail unter dgb.as@t-online aufgenommen werden. (bt)
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